Eine der größten Herausforderungen für Lehrerinnen und Lehrer im Schulalltag ist der Umgang mit der Heterogenität der
Lerngruppen: Lehrkräfte arbeiten dabei oft unter Bedingungen, die dafür wenig geeignet erscheinen.
Die Heterogenität der Schülerschaft wird infolgedessen oftmals eher als Bedrohung denn als Bereicherung und Chance verstanden.
Das wirft die Frage auf, wie wirklich konstruktiv mit den unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen, Interessen und
Leistungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler, mit kultureller und nationaler Herkunft, Bildungshintergrund der Familie,
Geschlecht etc. umgegangen werden kann. Als Schlüssel zu einem besseren Bildungserfolg bei einer geringeren Kopplung an
die Herkunft wird häufig eine ?neue Lernkultur? gefordert, die stärker das einzelne Kind bzw. den einzelnen Jugendlichen und
seine persönlichen Lernvoraussetzungen und -prozesse in den Mittelpunkt rückt und bspw. auf Individualisierung bzw.
individuelle Förderung und innere Differenzierung ausgerichtet ist.
Mit dem Schulforum und EduCamp ?Neue Lernkulturen entwickeln und vernetzen? möchten wir dieses Thema aufgreifen und
von unterschiedlicher Seite beleuchten, in der Erwartung, dass von dem praxisorientierten Informations- und
Erfahrungsaustausch Impulse für die Schul- und Unterrichtsentwicklung ausgehen.