Vom Forschungsinteresse zur Forschungsfrage
Das
Erarbeiten der Fragestellung ist ein wichtiger Teil des
qualitativ-empirischen Forschungsprozesses. An dessen Beginn steht
zumeist ein mehr oder weniger vages Interesse an einem Thema oder einem
bestimmten empirischen Feld. Ausgehend von diesem Interesse ist die
Formulierung und zunehmende Präzisierung einer Fragestellung eine der
zentralen Aufgaben der Forschungsarbeit.
Ein Forschungsprozess beginnt damit, sich über die eigenen Interessen
klar zu werden: Was genau ist es, womit ich mich beschäftigen will?
Welche der vielen Aspekte, die damit verbunden sind, interessieren mich
nicht?
Es ist hilfreich, die ganze
Bandbreite relevanter Aspekte schriftlich - z.B. in Form eines
Brainstormings oder einer Mind Map - festzuhalten und mit diesem
Material weiter zu arbeiten. Welche persönlichen Erfahrungen verbinde
ich mit dem Thema? Inwiefern ist mein Verhältnis zum Thema eine
Ressource? Oder kann es mich im Forschungsprozess behindern?
Auf dieser Basis können erste Texte enstehen, in denen das eigene Interesse an einem Thema formuliert wird. Dazu zwei Beispiele aus der Bielefelder Forschungswerkstatt.
Mit der Klärung und Eingrenzung des anfänglichen Interesses ist eine
Grundlage für den weiteren Forschungsprozess geschaffen. Die
Konkretisierung des Vorhabens besteht in der Formulierung einer Fragestellung.
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