Forschungsgruppe Biographie- und Kulturanalyse Fobika Universität Bielefeld

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Über fobika

Die Forschungsgruppe Biographie- und Kulturanalyse (fobika) wurde von WissenschaftlerInnen an der Bielefelder Fakultät für Pädagogik gegründet, um einen Ort für die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Fragen einer qualitativ-empirischen Forschungsorientierung im sozial- und erziehungswissenschaftlichen Kontext zu schaffen. Unsere Gruppe setzt sich seit ihren Anfängen im Jahr 1997 aus WissenschaftlerInnen zusammen, die im Rahmen ihrer akademischen Qualifikation (Diplom, Promotion oder Habilitation) empirisch forschen oder nach einem solchen Abschluß in Forschungs- und Praxisprojekten tätig sind.

Die Mitglieder der fobika kommen aus unterschiedlichen Feldern der Sozial- und Erziehungswissenschaften. Unsere Projekte umfassen ein Spektrum von Forschungsthemen. Ein gemeinsamer Rahmen besteht in der Orientierung an Ansätzen der qualitativen Sozialforschung. Bezugspunkt in method(olog)ischer Hinsicht ist ein reflexiv-rekonstruktives Forschungsmodell. In (wissenschafts)theoretischer Hinsicht stehen sozialkonstruktivistische Zugänge zu sozialer Wirklichkeit im Vordergrund. Hauptreferenzen sind gegenwärtig Biographieforschung, Ethnographie und Diskursanalyse.

Im regelmäßig stattfindenden Forschungskolloquium der fobika werden Fragestellungen, Materialien und Texte aus laufenden Arbeiten diskutiert. Daraus hat sich ein weitergehendes Interesse an Konzepten einer reflexiven Theoriebildung auf der Basis empirisch-rekonstruktiver Forschung entwickelt.

Weiterhin beschäftigt sich die fobika mit der Frage, wie qualitative Forschungskonzepte für Lehre, Studium und für außeruniversitäre Praxisfelder fruchtbar gemacht werden können. Konkrete Ergebnisse dieser Diskussionen waren die Einrichtung einer Forschungswerkstatt für DiplomandInnen und PromovendInnen und die Durchführung eines Lehrforschungsprojekts, in dem Studierende die Gelegenheit fanden, sich pädagogische Praxisfelder mit Hilfe qualitativer Methoden forschend zu erschließen.

Die Erfahrungen mit beidem waren der Anlaß für eine Tagung zum Thema »Erfahrung mit Methode«, bei der Konzepte forschenden Lernens und deren Integration in das erziehungswissenschaftliche Studium diskutiert wurden.

Verschränkungen zwischen Theoriebildung, empirischer Forschung, Studium und Praxis sind auch ein wichtiger Gegenstand des Austausches und der Kooperation im 1999 in Bielefeld offiziell gegründeten Interuniversitären Netzwerk Biographie- und Lebensweltforschung (INBL), an dessen Auf- und Ausbau die fobika aktiv beteiligt ist.

 

Kontakt:   bettina.dausien@uni-bielefeld.de
 
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