Pressedienst Forschung
Inhalt: Nr. 21/2002
Der prozedurale Umgang mit Konflikten
Intelligentes Konfliktmanagement aus spieltheoretischer Sicht
Konflikte sind im sozialen Leben allgegenwärtig: vom Ehekrieg bis zur Terrorismusbekämpfung, von der Schadenersatzklage bis zur Rentenreform. Die in den Wirtschaftswissenschaften entwickelte Spieltheorie kann als anspruchsvolles Instrument dienen, Konflikte zu analysieren und sie in einem kontrollierten schrittweisen Verfahren zu lösen. Das zeigte sich im Rahmen einer internationalen Forschergruppe am Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung.
Männlichkeit, Elternschaft, Kunst und Politik
Geschlechtergeschichte in Bielefeld
Gender-Studies sind besonders in den USA in der Forschungslandschaft fest verankert. Trotz zum Teil großer Anstrengungen in den letzten Jahrzehnten lässt sich in Deutschland auf diesem Gebiet immer noch ein Nachholbedarf konstatieren. An der Bielefelder Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie wird dazu seit langer Zeit intensiv geforscht. Wie kaum ein anderes Forschungsfeld bietet sich die Geschlechtergeschichte zudem für interdisziplinäre Kooperation an.
Experimente schon im Kindergarten
Naturwissenschaften im frühen Kindesalter
In den letzten Jahren ist es zu dramatischen Einbrüchen bei den Studierendenzahlen in den naturwissenschaftlichen Fächern gekommen – und das, obwohl ihre Absolventen bei allen konjunkturell bedingten Schwankungen generell sehr gute Berufsaussichten haben. Bildungspolitiker sind angesichts dieser für die Innovationsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft bedrohlichen Tendenz ratlos. Ein Ausweg scheint zu sein, die Faszination, die von den Naturwissenschaften zweifellos ausgehen kann, schon sehr früh zu wecken. Denn Neugier und Aufnahmevermögen – spätestens seit der PISA-Diskussion wissen das nicht mehr nur die Fachleute – sind nie so groß wie in den Vorschuljahren. Eine Bielefelder Chemiedidaktikerin forscht intensiv daran, wie man schon die ganz Jungen für naturwissenschaftliche Phänomene begeistern kann.
Schlüsselqualifikation Lesefähigkeit
Rückblick auf die PISA-Studie
Wohl noch nie hat eine Untersuchung zum Bildungssystem eine derartig aufgeregte öffentliche Resonanz hervorgerufen wie PISA „Programme for International Student Assessment“). Dass deutsche Schüler im internationalen Vergleich bestenfalls Mittelmaß erreichen und es bei der Lesefähigkeit in bestimmten Bereichen geradezu katastrophal aussieht, ist eine mehr als ernüchternde Einsicht. Nun gilt es, daraus sinnvolle Konsequenzen zu ziehen. Welche das sein könnten, sagen Bielefelder Lernpsychologen, die an der Durchführung der Studie an wichtiger Stelle beteiligt waren, im Rückblick auf ihre Arbeit.
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