Kulturverein
 
 
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Förderpreis des Vereins

Verein zur Förderung von Kunst und Kultur an der Universität Bielefeld e.V. vergibt erneut Preis an kreative Studierende

Verbindung von Kunst und Wissenschaft - Einsendungen bis zum 30. Mai 2009



Im Jahr 2005 beschloss der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur an der Universität Bielefeld e.V. einen Preis für Studierende auszuschreiben, die in ihren Arbeiten in origineller Form eine Verbindung von Kunst und Wissenschaft herstellen. Die Form, in der dies geschieht, ist offen: es kann um Seminar- und Abschlussarbeiten gehen, aber auch um künstlerische Formen wie literarische Texte, Fotos, Grafiken, Gemälde, Plastiken, Installationen oder Musik. Der Preis ist mit 250,00 Euro dotiert. Außerdem werden noch zwei kleinere Preise vergeben.

Potentielle Preisträger sollen von ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen oder von ihren Hochschullehrerinnen und -lehrern mit einer kurzen schriftlichen Würdigung ihrer Leistungen (ca. ½ Seite) vorgeschlagen werden. Soweit möglich, soll zugleich ihre als preiswürdig erachtete Arbeit eingereicht werden. Falls dies nicht möglich ist (etwa bei einer Installation), ist eine genaue Beschreibung des Projektes erforderlich (selbstverständlich werden eingereichte Objekte nach der Begutachtung zurückgegeben). Die Bewerbungsfrist für den diesjährigen Preis läuft bis zum 30. Mai 2009.

Die Preisträgerauswahl erfolgt über eine vom Verein eingesetzte Jury. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der nächste Preis wird  im Rahmen einer kleinen Feierstunde vergeben.



Anschrift des Vereins:

Verein zur Förderung von Kunst und Kultur an der Universität Bielefeld e.V.
c/o Dr. Hans-Martin Kruckis
Rektorat der Universität Bielefeld (A3-151)
Postfach 100131
33501 Bielefeld
Tel.: 0521/106-4074
E-Mail: hans-martin.kruckis@uni-bielefeld.de








Erste Preisverleihung des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur an der Universität Bielefeld e.V. am 3. Februar 2006


Annika Lange und Andrea Nehring sind die ersten Gewinnerinnen des neugeschaffenen Preises des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur an der Universität Bielefeld. Dritte Preise gingen an Carolin Romana Fend und Nils Hasenbein. Mit dem Preis werden Studierende ausgezeichnet, die in ihren Arbeiten auf besonders originelle Weise eine Verbindung zwischen Kunst und Wissenschaft herstellen.


Bei der Verleihung am 3. Februar 2006 zeigte sich der Vereinsvorsitzende, Prof. Dr. Uwe Sander, erfreut über eine ganze Reihe hochkarätiger Bewerbungen, über die die Jury aus den Vorstandsmitgliedern Prof. Uwe Sander, Prof. Klaus-Ove Kahrmann, Dr. Hans-Martin Kruckis, Dr. Heike Piehler (Ästhetisches Zentrum der Universität) und die Studentin Ramona Kozma zu entscheiden hatte. „Eine Rangliste aufzustellen, war außerordentlich schwierig. Daher haben wir uns entschieden, zwei erste und zwei dritte Preise zu vergeben.“ Rektor Dieter Timmermann (selbst Vereinsmitglied) begrüßte in seinem Redebeitrag die interdisziplinäre Ausrichtung des Preises, mit der beste Traditionen der Universität Bielefeld aufgegriffen würden. Die zahlreichen kulturellen Aktivitäten an der Universität erhielten damit einen zusätzlichen Impuls. Die ersten Preise bestehen in honorierten Lehraufträgen bei den vom Fach Kunst der Universität veranstalteten künstlerischen Werkstätten. Als dritte Preise gab es Büchergutscheine. Nach der Verleihung stellten sich die Preisträger mit ihren Arbeiten kurz vor.



Die stolzen Preisträger zusammen mit Mitgliedern des Vorstands des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur an der Universität Bielefeld e.V., von links nach rechts: Annika Lange, Prof. Dr. Klaus-Ove Kahrmann, Carolin Romana Fend, Nils Hasenbein, Andrea Nehring und Prof. Dr. Uwe Sander.


Annika Lange erhielt den ersten Preis für ihre Arbeit „Trennwände-Intimsphären-Grenzen. Alltag wird Performance“. Sie dokumentiere und analysiere – so die Jury - hier eigene, höchst originelle multimediale Perfomances zum Thema „Intimsphäre“ und setze sie in Beziehung zur gesellschaftlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte und zu Klassikern der Performance wie Vanessa Beecroft. Darüber hinaus entwickele sie überzeugende Konzepte zur Arbeit mit Performances im schulischen Unterricht. Annika Lange (geb. 1978) studierte zunächst Grafikdesign an der Fachhochschule Bielefeld und dann Lehramt für die Primarstufe mit dem Schwerpunkt Kunst/Musik an der Universität Bielefeld.

Andrea Nehring  erhielt ebenfalls den ersten Preis für die Arbeit „Alarmstufe Gelb“. Nach Auffassung der Jury gelingt ihr damit eine „anspruchsvolle und enge Verbindung von Stammzellforschung mit Malerei. Erfahrungen des Stammzellforschers werden mit ihren Bildern ins Ästhetische transformiert. Gleichzeitig stellt die Künstlerin in ihrem begleitenden Essay eine Beziehung in einem künstlerischen Syntheseansatz noch eine Beziehung zwischen dem Wachstum von Zellen und dem arbeitsmarktpolitischen Wachstum her und vereint damit in ‚Alarmstufe Gelb‘ Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft.“ Andrea Nehring (geb. 1980) studierte Biotechnologie an der Universität Bielefeld und parallel Fotografie an der Universität Bielefeld. Schon im letzten Jahr hatte sie mit einer Fotoausstellung zu Universitätsmotiven, von denen auch eine Postkartenserie (über den Verein erhältlich) erschien, Aufmerksamkeit erregt.




Ein Grund zum Feiern: Die dritten Preisträger Carolin Romana Fend (rechts) und Nils Hasenbein (Mitte) zusammen mit einer Kommilitonin


Carolin Romana Fend erhielt einen dritten Preis für digitale Schwarz-Weiß- Makroaufnahmen zum Thema „Schwämme“ von hervorragender fotografischer Qualität, mit denen sie auf den ersten Blick unscheinbare Motive der biologischen Außenwelt auf bemerkenswerte Weise ins Bild zu setze, ohne sie vordergründig zu ästhetisieren. Carolin Romana Fend (geb. 1984) studiert die Fächer Biologie, Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften an der Universität Bielefeld.

Nils Hasenbein erhielt ebenfalls einen dritten Preis für seine digitalen Makroaufnahmen zum Thema „Blattadern“. Damit rückt er – so die Jury - ein ästhetisches Phänomen unserer natürlichen Umwelt, das prozesshafte Welken und Verfärben des Laubes, ins Blickfeld. Dabei wählt er als zentrales Motiv nicht die augenfällige herbstliche Farbigkeit oder die verschiedenen Blattformen, sondern die elementaren Ordnungsmuster der Blattadern und arrangiert die in dieser Weise reduzierten Einzelbilder zu einem gestalterisch überzeugenden Gesamtbild. Nils Hasenbein (geb. 1980) studiert Biologie (Diplom) und Philosophie (Magister) an der Universität Bielefeld.


(unten) Die Preisträgerin Annika Lange  mit dem Betreuer ihrer vom Verein ausgezeichneten Abschlussarbeit Prof. Jürgen Heckmanns


 

 

 

Preisträger 2007:

 

1. Preis:

Wiebke Stösser (Installation "Europäische Alligatoren")

 

2. Preis:

Claudia Wichert (Installation (Was wir essen")

 

3. Preis:

Christin Bagusat (Installation "Ge Schichten")

 

Sonderpreis:

Wiebke Sporleder (Porträtserie "PHÄNOmenale TYPen")