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:: Brauchen wir kommunikativere Roboter?

Damit Individuen zusammen komplexe Probleme lösen können, müssen sie miteinander kommunizieren. Und erst wenn dieses gelingt, würden wir uns leicht tun, diese Individuen als intelligent zu empfinden. Wenn es also unser Ziel ist, intelligentere Computer zu entwickeln, so gilt der Erforschung der Kommunikation unsere besondere Aufmerksamkeit.

Ein wichtiges Ziel in unserer Forschung ist die Verbesserung der Kommunikation mit technischen Systemen. Bei einem solchen System kann es sich einfach um einen Laptop handeln oder um einen Roboter, der schwere oder präzise Arbeiten für uns durchführen soll. Besonders bei der Kommunikation mit dem letzteren ergeben sich sehr viele interessante Fragestellungen.

Die sprachliche Kommunikation erfordert zum einen das genaue Verstehen des anderen. Zum anderen erfordert sie situatives Wissen.

Ein Team der technischen Fakultät versucht die Geheimnisse des menschlichen Greifens zu lüften

Das heißt:
Wo stehe ich?
Was sehe ich?
Wo steht mein Ansprechpartner?
Wo liegen verschiedene Dinge?






Eine derartige "situierte" Kommunikation zwischen technischen Systemen und einem Menschen wird im Sonderforschungsbereich 360 an der Uni Bielefeld seit Jahren erforscht.

Der Computer soll die Bausteine erkennen und ein Robotersystem anleiten, daraus ein Flugzeug zu bauen Nehmen wir einmal an, ein Roboter hätte eine Anweisung von uns verstanden. Nun muss er sie "nur noch" durchführen. Warum "nur noch"? Gerade im Hantieren mit Gegenständen sieht sich das Feld der Robotik immer noch mit ungelösten großen Problemen konfrontiert.

Das Greifen eines Objektes, welches in irgendeiner Lage auf einem Tisch liegt, ist für ein kleines Kind schon ohne Probleme zu bewältigen. Für einen Roboter stellt das vorsichtige Greifen nach einem Objekt ein großes Problem dar. Ein Grund dafür ist, das ein muskelähnliches Antriebssystem technisch momentan nicht umzusetzen ist. So versuchen Wissenschaftler der Technischen Fakultät diese durch klassisch mechanische Konstruktionen zu ersetzen. Ein weiteres Problem ist, dass die meisten Roboter mit ihren Händen nicht fühlen können. Genau diese Eigenschaft ermöglicht es den Menschen aber viele schwierige "Greifprobleme" zu meistern.


Mit Hilfe interaktiver Computerprogramme lsst sich das Greifen von Objekten simulieren.