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Antibiotika- resistenz
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Entgegen allen Erwartungen, Infektionskrankheiten mit Hilfe von Antibiotika für immer und ewig besiegt zu haben, stellen sie nach wie vor eine Bedrohung für die Gesundheit und das Leben der Menschen dar. Gerade in Industrienationen nehmen bakterielle Infektionserkrankungen wieder zu, weil viele Erreger Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt haben. Auch in Deutschland steigt die Zahl resistenter Keime: In besonders bedrohlichem Ausmaß nehmen resistente „Krankenhauskeime“ zu. So sterben jährlich 40.000 Menschen an Infektionen, die sie sich im Krankenhaus zugezogen haben. Eine schnelle, effiziente und spezifische Detektion von Antibiotika-Resistenzen und die damit verbundene Identifizierung der Erreger ist daher für die Behandlung von Infektionskrankheiten von zentraler Bedeutung.


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"Penicillin sei Dank! Er wird heimkommen!" So lautete Anfang der vierziger Jahre ein Slogan, mit dem die Alliierten während des Zweiten Weltkrieges den Angehörigen von Soldaten Hoffnung machen wollten. Vielen verwundeten Soldaten rettete der von Alexander Fleming entdeckte Stoff das Leben. Im März 1942 hatten britische Ärzte das Penicillin zum ersten Mal eingesetzt und die schweren Infektionen eines 43jährigen vier Wochen lang in Schach halten können. Als das Medikament aufgebraucht war, starb der Mann. Gut fünfzig Jahre später ist die Wunderwaffe von damals stumpf geworden. Zahlreiche, längst besiegt geglaubte Krankheiten kehren zurück. Erreger, die Mediziner lange Zeit wirksam bekämpfen konnten, gewinnen plötzlich die Oberhand. Sie sind gegen viele der gegen sie eingesetzten Mittel resistent geworden. Die Hoffnung, dass man mit Hilfe der Antibiotika, die nach dem erfolgreichen Einsatz des Penicillins weiterentwickelt wurden, die Infektionskrankheiten bald völlig ausrotten könnte, hat sich als trügerisch erwiesen.

:: Woher kommt die Antibiotikaresistenz?


pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Markus Sauer