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:: Handlungsspielräume und translokale Netzwerke von Frauenorganisationen in muslimischen Gesellschaften
Globalisierung ist kein eindimensionaler Prozess.
Vielmehr verbergen sich hinter diesem Schlagwort eine Vielzahl komplexer Prozesse,
die auf verschiedenen Ebenen stattfinden und widersprüchliche Auswirkungen haben können.
So lassen sich empirisch Phänomene kultureller Vereinheitlichung und eine globale Ausbreitung
universalistischer Konzepte und Organisationsmuster beobachten.
Gleichzeitig finden jedoch auch Prozesse der Heterogenisierung in Form der Wiederentdeckung
und Neuinszenierung partikularer nationaler und ethnischer Identitäten statt.
Diese scheinbar gegenläufigen Entwicklungen verlaufen nicht unabhängig voneinander,
sondern bedingen sich vielmehr gegenseitig. Vorstellungen von einer gewünschten gesellschaftlichen
Entwicklung stellen in diesem Zusammenhang ein besonders interessantes Forschungsfeld dar,
um genau diese Widersprüchlichkeiten als grundlegenden Bestandteil von Globalisierungsprozessen
zu untersuchen.
So werden auf der einen Seite von global agierenden Institutionen
Entwicklungskonzepte und Visionen formuliert, die universelle Gültigkeit und
Umsetzung beanspruchen, wie z.B. das Konzept der Menschenrechte, die Idee der
Geschlechtergleichheit oder das entwicklungspolitische Ziel der Armutsbekämpfung.
Auf der anderen Seite wird genau dieser Anspruch auf Allgemeingültigkeit von verschiedenen
politischen Akteuren und Bewegungen kritisiert und infrage gestellt,
wobei mit einem Instrumentarium kultureller und ethnischer Differenz operiert wird,
das dazu dient, einen Gegenpol zu ‚westlicher’ Kultur zu formulieren.
:: In welchem Verhältnis stehen Globalisierung und Islamisierung?
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Dr. Petra Dannecker & Anna Spiegel
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