Interviews & Features    

 
· Einleitung
Globalisierung und Islamisierung
· Aushandlung von Entwicklungs- prozessen
· Entwicklung, Geschlecht und Islam
· Das Forschungs- projekt
· Die Fragestellung
· Die Forschungs- methoden
· Das Forscherinnenteam


Im Kontext aktueller Islamisierungsprozesse haben Bewegungen, die sich explizit vom ‚Westen’ abgrenzen und Alternativen zu entsprechenden Entwicklungsvorstellungen artikulieren, an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig wird ‚Der Islam’ und ‚Die muslimische Welt’ aus westlicher Perspektive als homogene Kategorie konstruiert und steht damit sinnbildlich für die „Anderen“, die durch ein Entwicklungsdefizit gekennzeichnet sind. Darin kommt eine doppelte Abgrenzungslogik zum Ausdruck.

Globale Entwicklungskonzepte wie Menschenrechte werden besonders in muslimischen Kontexten kontrovers diskutiert und bieten dort eine Folie, vor der Aspekte kultureller Eigenständigkeit und eine Distanzierung zu westlichem Lebensstil thematisiert werden. Den als kulturell fremd definierten Konzepten werden lokale Visionen von Entwicklung entgegengesetzt. Diese lokalen Visionen von Entwicklung und ihre Konstruktionsprozesse in sozialen geschlechtsspezifisch strukturierten Räumen zu untersuchen, ist das Ziel des Forschungsprojektes “Negotiating Development: Trans-local Gendered Spaces in Muslim Societies” am Forschungsschwerpunkt Entwicklungssoziologie/ Sozialanthropologie an der Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld.




pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Dr. Petra Dannecker & Anna Spiegel