Interviews & Features    

 
· Einleitung
· Wie ist das Folterverbot entstanden?
· Wo beginnt Folter?
· Unsichere Grenzen
· Was sind die verbotenen Handlungen?
· Wenn Folter nötig scheint
· Rechtfertigung von Folter
· Was ist das Ergebnis der Rechtsprechung?
Zusammenfassung
· Die Wissenschaftlerin
· Feedback


überschrift
Die Analyse zu Artikel 3 Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) stärkt die Gegner einer peinlichen Befragung. In der Rechtsprechung finden sich zwar Ansatzpunkte für Überlegungen, die die Verletzung des Misshandlungsverbots in Beziehung setzen zu gegenbeteiligten legitimen Interessen. An diesen Punkten sind Barbarei und Zivilisation in der Tat nicht scharf voneinander abgegrenzt.

Einmal als Misshandlungen identifizierte Maßnahmen freilich sind unzulässige Barbarei, sie behalten diesen Charakter auch im Angesicht von Terror und schwerer Kriminalität. Europa hat sich 1949 als folterfreier Raum konstituiert. Die Straßburger Rechtsprechung steht zu dieser Wertentscheidung. Deutschland müsste daher mit einer Verurteilung durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) rechnen, wenn die Polizei zur Abwehr von Gefahren Schmerzen zufügt, wie sie die Verdächtigen bislang nicht kennengelernt haben.



Verantwortlich!Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Ulrike Davy