Interviews & Features    

 
Einleitung
· Thema und Methode
· Individual- und Kollektivbiografien
· Handlungs- möglichkeiten von Frauen
· Widerstand und Geschlecht
· Juristische Verfolgung von Frauen
· Wahrnehmung von Widerstand
· Was ist Widerstand?
· Kreisauer Kreis
· 20. Juli 1944
· Harnack/Schulze- Boysen- Gruppe
· Solf- Kreis
· Saefkow- Jacob- Bästlein- Gruppe
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Am 20. Juli 2004 jährte sich das Attentat auf Adolf Hitler zum 60. Mal. Dieser Jahrestag wurde zum Anlass genommen, der Menschen zu gedenken, die im Dritten Reich Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet haben.

Zwar hat es sich mittlerweile durchgesetzt, von den „Männern und Frauen“ im Widerstand zu sprechen. Dennoch wurden und werden Regimegegnerinnen in der öffentlichen Erinnerung und in der Widerstandsforschung primär als Unterstützerinnen ihrer Ehemänner, Freunde, Väter, Brüder oder Söhne, nicht jedoch als selbständig Handelnde wahrgenommen. So kritisierte selbst Freya von Moltke, Ehefrau einer der geistigen Köpfe des Kreisauer Kreises, bei einer Gedenkveranstaltung in der Berliner St. Matthäus-Kirche am 19. Juli 2004, dass es ihr nach all den Jahren noch immer nicht gelungen sei, als „aktives Mitglied des Widerstandes anerkannt“ zu werden.

Das sich noch in der Anfangsphase befindende Promotionsprojekt Widerstand von Frauen im Nationalsozialismus will an diesem Punkt ansetzen und den Kontext, die Formen und die Konsequenzen von weiblicher Regimegegnerschaft im Dritten Reich untersuchen. Ein Schwerpunkt der Arbeit wird sein, die gängige Trennung zwischen aktiven, politisch-männlichen und passiven, unpolitisch-weiblichen Widerstandhandlungen zu hinterfragen und die Bedeutung und die Leistung der Frauen für den Widerstand herauszuarbeiten.



pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Karen Parschat