Interviews & Features    

 
· Einleitung
· Thema und Methode
· Individual- und Kollektivbiografien
· Handlungs- möglichkeiten von Frauen
· Widerstand und Geschlecht
· Juristische Verfolgung von Frauen
· Wahrnehmung von Widerstand
· Was ist Widerstand?
· Kreisauer Kreis
· 20. Juli 1944
Harnack/Schulze- Boysen- Gruppe
· Solf- Kreis
· Saefkow- Jacob- Bästlein- Gruppe
· Literatur
· Die Autorin
· Feedback



In der Berliner Harnack/Schulze-Boysen-Gruppe kamen rund 150 Männer und Frauen aus verschiedenen Generationen und mit unterschiedlichen sozialen, politischen und weltanschaulichen Hintergründen zusammen. Die ersten Gesprächszirkel, aus denen sich später die Widerstandsgruppe bildete, entstanden bereits in der Endphase der Weimarer Republik und dienten künstlerischen, politischen und weltanschaulichen Diskussionen. In Zusammenhang mit dem um 1940 einsetzenden Meinungsaustausch zwischen dem Oberregierungsrat im Reichswirtschaftsministerium, Dr. Arvid Harnack, und dem Oberleutnant der Luftwaffe, Harro Schulze-Boysen, wuchsen die unterschiedlichen Freundeskreise zusammen.


Mit dem Ziel der Beendigung des Krieges analysierten die Regimegegner die soziale, politische und wirtschaftliche Lage des NS-Staates, dokumentierten die Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die Nationalsozialisten und wandten sich mit Flugblättern und illegalen Schriften an die Öffentlichkeit. Außerdem leistete die Gruppe humanitäre Hilfe für vom Regime Verfolgte und Unterdrückte, indem sie Lebensmittelkarten sammelte, Unterkunft gewährte oder Fluchthilfe organisierte. Ein Teil der Gruppe war zudem um einen Informationsaustausch per Funkgerät mit der sowjetischen Seite bemüht.



Im Spätsommer 1942 wurde die Harnack/Schulze-Boysen-Gruppe von der militärischen Abwehr des Oberkommandos der Wehrmacht aufgedeckt. Von den 91 vor dem Reichskriegsgericht und dem Volksgerichtshof angeklagten Regimegegnern wurden 48 Männer und Frauen hingerichtet.



::Der Solf-Kreis


pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Karen Parschat