Interviews & Features    

 
· Einleitung
· Thema und Methode
Individual- und Kollektivbiografien
· Handlungs- möglichkeiten von Frauen
· Widerstand und Geschlecht
· Juristische Verfolgung von Frauen
· Wahrnehmung von Widerstand
· Was ist Widerstand?
· Kreisauer Kreis
· 20. Juli 1944
· Harnack/Schulze- Boysen- Gruppe
· Solf- Kreis
· Saefkow- Jacob- Bästlein- Gruppe
· Literatur
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In einem ersten Arbeitsschritt sollen durch eine biografische Herangehensweise die Sozialprofile der Regimegegnerinnen ermittelt und einer vergleichenden Analyse unterzogen werden, um eine bisher noch nicht existierende Kollektivbiografie von Frauen im politischen Widerstand zu erstellen.

Neben Herkunft, Alter und Familienstand beeinflussten wichtige Sozialisationsfaktoren wie Familie und Schule sowie Ausbildung, Erwerbstätigkeit, Zugehörigkeit zu Jugend- oder Frauengruppen und zu politischen Organisationen die unterschiedlichen Muster widerständigen Verhaltens von Frauen.

Für die Harnack/Schulze-Boysen-Gruppe lässt sich bereits sagen, dass dort Frauen unterschiedlichen Alters vertreten waren, wobei die Gruppe der 20- bis 40jährigen dominierte. Das Spektrum des sozialen Hintergrundes reichte vom großbürgerlichen Elternhaus bis zum einfachen Arbeiterhaushalt, wenngleich die Herkunft aus dem künstlerisch, wissenschaftlich oder technisch gebildeten Bürgertum überwog. Die Frauen verfügten über einen hohen Bildungs- und Ausbildungsstand und waren, bis auf die vier Schülerinnen und Studentinnen, alle berufstätig. Ein Teil von ihnen war zudem in kommunistischen und sozialdemokratischen Vereinen organisiert, was neben der Herkunft aus einem politisch interessierten Elternhaus den Zugang zum Widerstand begünstigte.

Über die Sozialprofile der Frauen in der Saefkow-Jacob -Bästlein-Gruppe und dem Kreisauer Kreis und dem Solf-Kreis gibt es bisher keine Studien.



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