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:: Welche Gerhinregionen verwenden wir dafür?
Das Projekt „Erinnern und Gedächtnis“ ist eine interdisziplinäre
Forschungsstudie zum Thema "Gedächtnis". Die Erforschung des menschlichen
Gedächtnisses ist nicht nur für die Neurowissenschaften von großer
Wichtigkeit, sondern auch für Teile der Sozial- und Geisteswissenschaften,
wo etwa Fragen nach kollektivem und kulturellem Gedächtnis aufgeworfen werden.
Zusätzlich findet sich auch ein stark zunehmendes Interesse der
Allgemeinbevölkerung an Fragen der Gedächtnisforschung.
In der traditionell orientierten Hirnforschung untersucht man die Vorgänge
der Informationsverarbeitung im Gehirn vor allem an Patienten, die an
Gedächtnisstörungen leiden. Ein beeinträchtigtes Gedächtnis kommt in sehr
unterschiedlichen Formen vor und schränkt die Lebensqualität der Betroffenen
häufig sehr ein. Man muss dabei nicht gleich an bekannte Erkrankungen, wie
die Alzheimerkrankheit denken, bei der mehrere kognitive Fähigkeiten progressiv,
d. h. nach und nach, verloren gehen. Auch massive und anhaltende Amnesien,
die die Erinnerung an Vergangenes nicht mehr hochkommen lassen oder das Behalten
neu eintreffender Information verhindern und sogar schon die alltägliche sogenannte
"benigne Altersvergesslichkeit", die z.B. für Namen schon recht früh
einsetzen kann, können die Kommunikation im Alltag stören.
Das Verständnis der Funktionsweise unseres Gedächtnisses ist daher von großer
Bedeutung. Wie oben angedeutet, machen Komplexität und Verwobenheit des
Gedächtnisses es notwendig, unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven zu
betrachten. Insbesondere das Thema „Erinnern und Gedächtnis“ sollte
im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsansatzes untersucht werden,
da das Erinnern von persönlichen Erlebnissen sowohl mit der sozialen und
kulturellen Umwelt einer Person, als auch mit entwicklungspsychologischen
Faktoren, wie Prozessen der Hirnreifung, und darüber hinaus mit dem Geschlecht
der Person in Zusammenhang steht. Auch wenn die Themen "Erinnerung und
Gedächtnis" bereits seit etwa zwei Jahrzehnten nicht nur in der geistes- und
naturwissenschaftlichen Forschung erörtert werden, sondern auch im
öffentlichen Diskurs, kann festgestellt werden, dass die Ansätze der einzelnen
Wissenschaften bisher unverbunden nebeneinander stehen.
In unserem Gedächtnisforschungsprojekt wird daher der Schwerpunkt auf eine
ganzheitliche, interdisziplinäre Betrachtung des Phänomens
"menschliches Erinnern" gelegt. „Erinnern und Gedächtnis“
wird nicht nur aus neurowissenschaftlicher Sichtweise, sondern auch aus
sozialwissenschaftlicher und entwicklungstheoretischer Perspektive erforscht.
::weiter in der Einführung
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