Interviews & Features    

 
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Überschrift :: Aufbau und Unterteilung des Gedächtnisses- Zeitdimension

Das menschliche Gedächtnis wird in der Neuropsychologie entlang der Zeit- und der Inhaltsdimension unterteilt. Entlang der Zeitdimension wird zwischen Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis (KZG und LZG) differenziert. Manchmal wird zusätzlich ein dazwischen liegendes, sog. intermediäres Gedächtnis angenommen (siehe Abb. 1).

Bild der zeitlichen Strukturierung des Gehirns
Im Kurzzeitgedächtnis werden Informationen nur Sekunden bis wenige Minuten aufrechterhalten (das sog. „Online- Halten“ von Informationen für eine Anfangszeit nach der ersten Konfrontation mit ihnen.) Das Langzeitgedächtnis kann hingegen alles darüber hinaus Gehende speichern. Zusätzlich zu dem Kurz- und dem Langzeitgedächtnis wird der Begriff des ‚Arbeitsgedächtnisses’ verwendet; hierunter versteht man das aktive Verarbeiten begrenzter Informationseinheiten, sowie die Übertragung bereits langfristig abgespeicherter Informationen in einem temporären Puffer, bevor sie in das Kurzzeitgedächtnis abgerufen werden.

Entlang der Zeitdimension wird auch zwischen „Neugedächtnis“ - Erwerb neuer Information - und „Altgedächtnis“ - Abruf alter Information - unterschieden. Das Gedächtnis kann demnach in seiner Leistungsfähigkeit hinsichtlich der Zukunft („anterograde Amnesie“) und hinsichtlich der Vergangenheit („retrograde Amnesie“) beeinträchtigt sein (siehe Abb. 2).

zeitliches Schema von Hirnverletzungen