Interviews & Features    

 
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Überschrift
Die Abbildung 4 zeigt wichtige Strukturen des Gedächtnisses auf der Ebene der Anatomie des Gehirns:

Eine Karte des Gehirns

Abb. 4: Gedächtnisstrukturen auf Hirnebene

Die Informationen werden über die sensorischen Wege, d.h. über die Sinnesorgane aufgenommen und dann entweder explizit im perzeptuellen Gedächtnis, im Wissenssystem oder im episodischen Gedächtnis, oder implizit durch das Priming („Prägung, Bahnung“), oder im prozeduralen Gedächtnis weiterverarbeitet. Neocorticale Regionen, d.h. der Bereich der Großhirnrinde, sind für Priming und das perzeptuelle Gedächtnis verantwortlich, die Basalganglien, die (prä-)motorischen und eventuell auch die cerebellären (Cerebellum: Kleinhirn) Strukturen sind zentral für das prozedurale Gedächtnissystem (siehe Abb.4). Bei der Verarbeitung semantischer und episodischer Inhalte sind darüber hinaus limbische Strukturen, wie z.B. die sog. "Amygdala" oder der "Hippocampus", verantwortlich (siehe Abb.4).

Generell scheinen bei der Verarbeitung episodischer Gedächtnisinhalte eher frontale und temporale Regionen im Bereich der rechten Hirnhälfte wichtig zu sein (siehe Abb.5), bei der Verarbeitung semantischer Inhalte hingegen vorwiegend dieselben Regionen der linken Hemisphäre. Darüber hinaus ist, abschwächend oder verstärkend, das Kleinhirn beteiligt (siehe Abb.5).


Die einzelnen Bereiche des Gehirns

Im Rahmen unseres Forschungsprojekts sind insbesondere das autobiographische und semantische Gedächtnissystem von zentralem Interesse.

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