Interviews & Features    

 
· Einführung
· Aufbau des Gedächtnisses
· Fünf Gedächtnis- systeme
· Ziele des Projektes
· Die Untersuchungs- methoden
· Autobiographisches Gedächtnis bei Erwachsenen
Autobiographisches Gedächtnis bei Jugendlichen
· Weiterführende Literatur und Links
· Die Arbeitsgruppe
· Feedback


Überschrift
In diesem Teilprojekt geht es um die Erforschung des autobiographischen Gedächtnisses bei zwei Stichproben Jugendlicher. Die erste Stichprobe umfasst 12 Studentinnen im Alter von 20-21 Jahren. Die zweite Gruppe hingegen Schülerinnen im Alter von 14-15 Jahren. Mit beiden Gruppen wird dasselbe Untersuchungsdesign durchgeführt, das bei der Erwachsenenstichprobe zur Anwendung kam.

Die autobiographischen Erzählungen beziehen sich auf verschiedene Lebensphasen, die zuvor festgesetzt wurden. Bei der Stichprobe der 20-21jährigen wird in insgesamt vier Lebensphasen unterteilt: Erinnerungen an Episoden im Alter von 3-6 Jahren, 6-11, 11-14 und 14-19 Jahren ereignet haben. Bei Stichprobe der Jüngeren fällt die letzte Lebensphase weg. Zu diesen vier bzw. drei Lebensphasen sollen nicht nur autobiographische Erinnerungen untersucht werden, sondern auch semantische . Dazu werden für jede Lebensphase Fakten zusammengestellt, die im Allgemeinen erinnert werden (Bsp.: Im Jahr 1997 starb Lady Diana).

Schwierig ist hierbei, angemessenes Faktenwissen für die frühkindlichen Jahre (3-6 Jahre) zusammenzustellen. Es wird dabei eher auf Zeichentrickfilme, Comics u.ä., die in der Zeit erschienen sind und berühmt waren, und weniger auf politische Ereignisse zurückgegriffen werden. Für jede der vier bzw. drei Lebensphasen werden 36 autobiographische und 36 semantische Stimuli benötigt. Aus den autobiographischen Interviews , die mit Hilfe eines Diktiergerätes aufgenommen werden, werden daher 36 kurze Sätze pro Lebensphase zusammengeschnitten, die der Proband während der fMRT auditiv dargeboten bekommt. Die 36 semantischen Stimuli pro Lebensphase werden vom Versuchsleiter auch in Form von kurzen Sätzen vorbereitet, nachdem sie vorher an einer Kontrollstichprobe validiert wurden, d.h. als allgemeingültig und dem Wissen anderer 20jähriger entsprechend festgestellt wurden.

Bei beiden Stichproben wird vor den Interviews ein Intelligenztest durchgeführt, um die Vergleichbarkeit der Probandinnen zu gewährleisten, sowie ein Persönlichkeitstest zur Erfassung klinischer Gesundheit.