Interviews & Features    

 
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Symbiose mit Bodenbakterien
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Eine herausragende Eigenschaft der Leguminosen ist sicherlich ihre Fähigkeit, eine Symbiose mit Bodenbakterien aus der Familie der Rhizobien einzugehen. Im Zuge dieser Symbiose werden von den bakteriellen Mikrosymbionten sogenannte Wurzelknöllchen an den Pflanzenwurzeln erzeugt und anschließend besiedelt (siehe auch: Forschung an der Universität Bielefeld 19/1999, S. 38-45). Die Bakterien werden hierbei in die pflanzlichen Zellen aufgenommen und sind jetzt in der Lage, molekularen Stickstoff aus der Luft in Ammonium zu überführen und der Pflanze zur Verfügung zu stellen. Zur Durchführung dieser sehr energieaufwendigen biologischen Stickstofffixierung werden die Bakterien mit Kohlenstoff-Verbindungen versorgt, die letztlich aus der pflanzlichen Photosynthese stammen. Aus ökologischer Sicht ist die biologische Stickstofffixierung besonders vorteilhaft, da sie ein Wachstum der Leguminosen ohne zusätzliche Stickstoffdüngung erlaubt. Die Produktion dieser "chemischen" Düngemittel trägt durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen zum Treibhauseffekt bei und eine unsachgemäße Anwendung von Nitratdüngern kann zur Auswaschung der Nitrate ins Grundwasser und einer nachfolgenden Eutrophierung (Überdüngung) von Gewässern führen.



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