Interviews & Features    

 
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Im Gegensatz zu den USA, wo Leguminosen auf ca. 25% der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche angebaut werden, beschränkt sich der Anbau von Leguminosen in Europa auf nur ca. 5% der Ackerfläche. Dies begründet sich vor allem in der Anfälligkeit der existierenden Linien gegen diverse Umweltstressfaktoren und Pathogene sowie in der Tatsache, dass die mit Leguminosen zu erzielenden Erträge stärkeren Schwankungen unterworfen sind als die Erträge aus dem Anbau von Getreiden.

Um diese Nachteile in Zukunft ausgleichen zu können und den Anbau von Leguminosen somit auch wirtschaftlich attraktiv zu machen, ist es erforderlich, genetische Komponenten zu identifizieren, die sowohl Resistenzen gegen Pathogene und Umweltfaktoren vermitteln als auch dazu beitragen können, Erträge langfristig zu stabilisieren.

Es liegt auf der Hand, dass komplexe Eigenschaften wie Resistenzen, Ertragsstabilität und -qualität nicht von einzelnen Genen, sondern von Netzwerken miteinander interagierender Gene und Genprodukte kontrolliert werden. Die Aufklärung dieser Interaktionen zur Gewinnung von Informationen für die Pflanzenzüchtung erfordert es, Forschungsstrategien einzusetzen, die in der Lage sind, möglichst alle, mindestens aber sehr viele Gene eines Organismus gleichzeitig analysieren zu können. Ein solcher Ansatz ist ohne die Anwendung moderner Methoden der Genomforschung nicht durchführbar.



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