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Seit dem Jahr 2000 wird das Schwerpunktprogramm MolMyk: Molekulare Grundlagen der Mykorrhiza Symbiosen" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vom Lehrstuhl für Genetik koordiniert. Im Rahmen dieses Projekts versuchen 17 deutsche Arbeitsgruppen, solche Gene zu identifizieren, die für die Mykorrhizasymbiose wichtig sind. Dies geschieht auf zwei Ebenen:

Zunächst haben wir gezielt nur solche Gene sequenziert, die in mykorrhizierten Wurzeln aktiv sind. Im Gegensatz zur Genomsequenzierung, die letztlich in der Lage ist, alle Gene eines Organismus erfassen, bedienten wir uns hierfür eines Tricks, um schnell an für die Mykorrhizasymbiose relevante Gene zu kommen. Wir haben hierfür nur die Abschriften der Gene (sogenannte RNA-Transkripte) aus mykorrhizierten Wurzeln isoliert und anschließend deren Sequenz bestimmt. So konnten wir innerhalb weniger Monate fast 3.500 Gene identifizieren, die in mykorrhizierten Wurzeln von M. truncatula aktiv sind. Schätzungsweise sind dies gut 10% der Gene von M. truncatula.


Organisation des DFG-Schwerpunktprogramms "MolMyk: Molekulare Grundlagen der Mykorrhiza-Symbiosen". Das Projekt basiert auf der Sequenzierung von Transkriptsequenzen aus Mykorrhizawurzeln und einer anschließenden Funktionszuweisung mit Hilfe der im Projekt entwickelten Software BioMake. Die für die Sequenzierung nötigen Genbibliotheken werden von den Projektpartnern konstruiert und in der Zentralen Einheit für Genomforschung an der Universität Bielefeld sequenziert. Ausgehend von den Sequenzermittlungen werden Mikroarrays konstruiert und in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern hybridisiert. Die erhaltenen Daten werden in einer Projektdatenbank über das Internet für die Projektpartner zur Verfügung gestellt.



pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Dr. Helge Küster