Interviews & Features    

 
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Neben der einzigartigen Fähigkeit zur Ausbildung von zwei verschiedenen Wurzelsymbiosen zeichen sich Leguminosen durch die Bildung ungewöhnlich proteinreicher Blätter bzw. Samen aus. Anhand dieser Merkmale kann zwischen Futter- und Körnerleguminosen unterschieden werden. Eine bekannte Vertreterin der Futterleguminosen ist die Luzerne, als wichtige Körnerleguminose soll hier die Erbse genannt werden.

Letztlich ist die Bildung proteinreicher Organe eine Konsequenz aus der Fähigkeit zur biologischen Stickstofffixierung, die es den Leguminosen erlaubt, ungewöhnlich große Mengen stickstoffhaltiger Aminosäuren zu produzieren und in Form von Proteinen zu speichern. Diese Eigenschaft macht Pflanzen der Gattungen Pisum (Erbsen), Vicia (Ackerbohnen), Phaseolus (Bohnen), Lens (Linsen) und Cicer (Kichererbsen) zu wichtigen Bestandteilen auch der menschlichen Ernährung. Insbesondere in Afrika, Asien und Südamerika liefern diese Leguminosen einen essentiellen Beitrag zur menschlichen Ernährung, während der Verzehr von Leguminosen in Europa rückläufig ist.

Im Zuge der BSE-Krise werden in letzter Zeit allerdings zunehmend heimische Körnerleguminosen als Alternative für die Produktion hochwertiger Nahrungsproteine gesehen. Ein unter dem Gesichtspunkt des Aufbaus einer nachhaltigen Landwirtschaft wünschenswerter Nebeneffekt wäre, dass die ernährungsphysiologisch hochwertigen proteinreichen Samen unter Ausnutzung der biologischen Stickstofffixierung und somit ohne den Einsatz von Nitratdüngern produziert werden können.



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