Interviews & Features    

 
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Die Studie teilt sich in drei Arbeitsbereiche auf: Im Rahmen der repräsentativen Hauptuntersuchung wurden in Kooperation mit infas von Februar bis Oktober 2003 auf der Basis einer repräsentativen Gemeindestichprobe 10.000 Frauen in ganz Deutschland zu ihren Gewalterfahrungen, zu ihrem Sicherheitsgefühl und zu ihrer psychosozialen und gesundheitlichen Situation befragt. Es handelte sich um standardisierte, ca. 60-90-minütige face-to-face-Interviews mit einem zusätzlichen, am Ende des Interviews selbst auszufüllenden schriftlichem Fragebogen zu Gewalt in Familien- und Paarbeziehungen.

Erhoben wurden die Prävalenzen (d.h. die Betroffenheit durch Gewalt), Erscheinungsformen, Entstehungszusammenhänge und gesundheitlichen wie seelischen Folgen von psychischer, physischer und sexueller Gewalt. Einbezogen wurden sowohl verschiedene Formen außerhäuslicher Gewalt durch Fremde, Bekannte, ArbeitskollegInnen, als auch innerhäusliche Gewalt durch aktuelle und ehemalige BeziehungspartnerInnen. Darüber hinaus wurden Themenbereiche eingearbeitet, die für die aktuelle politische Diskussion und Präventionsdebatte in Deutschland relevant sind, etwa die Nutzung und Zufriedenheit mit spezifischen Hilfseineinrichtungen für misshandelte Frauen, die Inanspruchnahme von Polizei und Gerichten und ihre Folgen, sowie mögliche erste Erfahrungen mit dem neuen Gewaltschutzgesetz der Bundesregierung und mit koordinierten Interventionsprojekten gegen häusliche Gewalt.

Hören Sie hier Prof. Dr. Ursula Müller im Gespräch mit Anna Bella Heinemann über die Fragstellung der Studie.

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Die Interviewerinnen wurden für die Befragungen spezifisch geschult, um einerseits eine bessere und zugleich sensible Aufdeckung der Dunkelfelder zu erreichen und andererseits Retraumatisierungen und Gefährdungen der Befragten und der Interviewerinnen durch Befragungsinhalte und situative Kontexte während der Interviews zu vermeiden.

Prof. Dr. Ursula Müller über die Wirkung traditioneller Beziehungsmuster für den Umgang mit häuslicher Gewalt an Frauen.

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Die Erhebungsphase konnte im Oktober 2003 erfolgreich abgeschlossen werden. Nun ist auch die Auswertung der Daten für den Endbericht erfolgt, der im Oktober 2004 vom Bundesministerium für Frauen, Familie, Senioren und Jugend (BMFSFJ) einer breiteren Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt worden ist.



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