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Der Großteil der Bevölkerung nutzt die unterschiedlichsten Glücksspiele wie beispielsweise Kartenspiele um Geld,
Automatenspiele, Sportwetten und Lotterien zur Freizeitgestaltung, um Spaß, Unterhaltung oder Entspannung zu erleben.
Auch wenn die Mehrheit dieser „Glücksspieler“ auch auf Dauer ein normales Spielverhalten zeigt, können immer
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gruppen identifiziert werden, die ein problematisches Glücksspielverhalten entwickeln.
Ein solches Verhalten kann weit reichende Folgen für die eigene Lebensführung und für das soziale Nahfeld mit sich
bringen, da es u. a. mit hohen Schulden, dem Verlust des Arbeitsplatzes, familiären Streitigkeiten und sozialer
Verelendung einhergehen kann.
Internationale Studien belegen, dass die Teilnahme an Glücksspielen nicht nur unter Erwachsenen sondern auch schon
unter Jugendlichen verbreitet ist. Jugendliche sind außerdem besonders gefährdet, ein problematisches Spielverhalten
auszubilden. So berichtet
Fisher (1999)
von einem Anteil von 5,6% problematischer Glücksspieler (Prävalenzrate)
bei 12 bis 15-jährigen Jugendlichen aus Großbritannien.
Auch
Becona & Miguez (2001)
konnten bei 14 bis 21-Jährigen aus Spanien 5,6% Problemspieler identifizieren. Eine
Studie von
Johansson & Götestam (2003)
zum Glücksspielverhalten norwegischer Jugendlicher (12-18 Jahren)
weist hingegen eine geringere Rate von problematischen Glücksspielern von etwa 1,8% auf.
Vergleichbare Aussagen können für Deutschland nicht gemacht werden, da hierzulande das Glücksspielverhalten
von Jugendlichen kaum erforscht worden ist. Aufgrund dieser unzureichenden Datenlage wurde im Auftrag des
Ministeriums für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie
des Bundeslandes NRW an der Universität Bielefeld eine
Studie zum Glücksspielverhalten Jugendlicher
durchgeführt.
Die Datenerhebung erfolgte als Querschnittsstudie im Jahr 2002. Hierbei wurden Schülerinnen und Schüler der
7. und 9. Jahrgängen an Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien mittels eines standardisierten
Fragebogens befragt. Daten von 5.000 Jugendlichen im Alter von 13 bis 19
Jahren gingen in die Auswertung ein (Schmidt, Kähnert & Hurrelmann, 2003).
:: In welchem Umfang haben Jugendliche Erfahrungen mit Glücksspielen?
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Dr. Heike Kähnert
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