Interviews & Features    

 
· Einführung
· Epidemiologie
· Grundlagen zur Handystrahlung
· Handy und Hirntumore
· INTERPHONE- Studie
· Basisstationen
· Links
· Feedback





:: Graphische Darstellung der einzelnen Hauptergebnisse der bis ins Jahr 2002 publizierten Artikel. Als Exposition wird hier die Handynutzung angesehen. Dargestellt wird das Relative Risiko. Es wird berechnet durch einen Vergleich der Häufigkeit von Gehirntumoren bei Personen, die ein Handy nutzen, mit denen, die kein Handy benutzen.

Bisher wurden sechs Fallkontroll-Studien durchgeführt, die den Zusammenhang zwischen Hirntumoren und Handys untersucht haben. Zwei Studien wurden in Schweden, drei Studien in den USA und eine in Finnland durchgeführt. In diesen Studien wurde kein sicherer Zusammenhang zwischen der Dauer und Häufigkeit der Handy-Nutzung und dem Auftreten von Hirntumoren gefunden. Die neueren unter den genannten sechs Fallkontrollstudien deuten allerdings an, dass sich das Gehirntumorrisiko mit der gesamten Nutzungsdauer von Handys möglicher Weise erhöht. Das würde bedeuten, je länger ein Handy genutzt wird, desto höher ist die Gefahr, dass der Benutzer ein Gehirntumor bekäme. Dies lässt sich auch medizinisch erklären: Tumore entstehen langsam und es sind mehrere unterschiedliche biologische Abläufe notwendig, bis ein Tumor zu wachsen beginnt. Folglich ist zu erwarten, dass wenn ein Tumor durch Handynutzung entsteht, man diesen erst nach mehreren Jahren Handynutzung feststellen kann. Die Zeitdifferenz zwischen der auslösenden Exposition, also der Handynutzung, und dem Auftreten der Krankheit wird als Latenzzeit bezeichnet.

Jedoch sind die bisherigen Studien in ihrer Aussagekraft begrenzt. Denn die Studien sind nur dazu geeignet, ein erhöhtes Hirntumorrisiko nach wenigen Jahren moderater Handy-Nutzung auszuschließen. Darüber hinaus ist die Aussagekraft der Studien eingeschränkt, da die Zahl der untersuchten Personen zum Nachweis kleiner Risiken nicht ausreichend groß waren, die Latenzzeiten zwischen dem Beginn einer Handy-Nutzung und der Tumordiagnose recht kurz waren und die Studien vor allem Rückschlüsse auf die analoge Technik erlauben.

Tabellarische Darstellung der Fallkontrollstudien

Zu den Kohortenstudien

Zu den Ergebnissen der bisherigen Studien im Überblick.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Gabriele Berg , Hajo Zeeb, Katharina Kunna-Grass, Maria Blettner, AG3 Epidmiologie und Medizinische Statistik, Fakultät für Gesundheitswissenschaften