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Technische Grundlagen

Zu den hochfrequenten Strahlen zählen u.a. die elektromagnetischen Felder im Radio- bzw. TV-Bereich, der Mobilfunk und die Mikrowellen. Die hier im besonderen berücksichtigte elektromagnetische Strahlung der Mobilfunknetze arbeitet in den Frequenzbereichen um 450 Megahertz (MHz)– (analoges C-Netz), um 900 MHz (digitales D-Netz) und um 1.800 MHz (digitales E-Netz) und gehört somit zum Frequenzspektrum der Radiowellen.

Mitte der 80er Jahre wurde die erste Generation der analogen Handys eingeführt, die hauptsächlich im Frequenzspektrum unterhalb von 1.000 MHz arbeiteten. Zu den ersten Systemen, die bis heute in den nordeuropäischen Länder verwendet werden, gehören die analogen NMT-Modelle (Nordic mobile communication). Erst später, basierend auf den in Europa harmonisierenden GSM-Standard (group spéciale mobile), wurden verstärkt digitale Mobiltelefone vorwiegend in Europa und Asien eingeführt, die mit gepulsten elektromagnetischen Feldern im Frequenzbereich um 900 MHz arbeiten. Gepulst bedeutet dabei, dass die Strahlung in einem bestimmten Rhythmus erfolgt (217 Pulse pro Sekunde). Ein weiteres, häufig verwendetes System ist das PCN (Personal Communication Network) das hauptsächlich mit Frequenzen im Bereich von 1.800 MHz sendet.

Eine wichtige Messgröße für die hochfrequente Strahlung ist die spezifische Energieabsorptionsrate in Watt pro Kilogramm (SAR). Sie beschreibt, wie viel Leistung pro Kilogramm Körpergewicht (bzw. biologischem Material) aufgenommen wird, wenn der Körper in einem hochfrequenten elektromagnetischen Feld ausgesetzt ist. Die hochfrequenten elektromagnetischen Felder haben nur eine geringe Eindringtiefe in das menschliche Gewebe, daher ist nicht die Leistung und das Magnetfeld als Maß für das gesundheitliche Risiko wichtig, sondern die Absorption von Energie im Gewebe. Eine Basisstation strahlt typischerweise mit einer Leistung von 60 Watt (W) und das eigentliche Handy zwischen 1 und 2 W, erstere meistens in eine Richtung, letzteres rundherum.

Zum besseren Verständnis von Fachbegriffen und Fremdwörtern steht Ihnen der Glossar zur Verfügung.

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Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Gabriele Berg , Hajo Zeeb, Katharina Kunna-Grass, Maria Blettner, AG3 Epidmiologie und Medizinische Statistik, Fakultät für Gesundheitswissenschaften