Interviews & Features    

 
· Einleitung
Geschichtlicher Rückblick
· Erfolge im Kampf gegen Infektionen
· Resistente Keime
· Faktoren einer Tröpfcheninfektion
· Das Forschungsprojekt
· Die Arbeitsgruppe
· Feedback


Überschrift
Historisch gesehen prägten gerade die Infektionskrankheiten das Verständnis von Public Health. Die Grundlagendisziplin der Gesundheitswissenschaften ist die quantitativ arbeitende Epidemiologie. Sie wird bis heute in erster Linie mit dem massenhaften Auftreten von Infektionskrankheiten assoziiert.

Pest - A. Böcklin
Das Wirken der Pest
nach einem Gemälde von
Arnold Böcklin
Im Mittelalter verbreiteten Pocken- oder Choleraepidemien wegen ihrer hohen Sterblichkeitsrate Angst und Schrecken in ganz Europa. Als nicht weniger furchteinflößend wurden die Ausbrüche der sexuell übertragbaren Krankheiten betrachtet. In diesen Fällen behalf man sich jedoch damit, die Ursache der Verbreitung einem anderen Volk in die Schuhe zu schieben. So hieß die Syphilis in Deutschland die "Franzosen-Seuche" und in Frankreich wurde sie die "Spanier-Krankheit" genannt.

Etwas weniger Beachtung fand die Influenza (die „wahre“ Grippe). Als kurzverlaufende
Erkrankung hatte sie nicht die lang anhaltenden, zum Teil äußerlich entstellenden Auswirkungen einer Syphilliserkrankung. Zum anderen starben an der Influenza hauptsächlich die bereits geschwächten, älteren Mitbürger, so dass die Krankheit nicht als unmittelbare Ursache der Todesfälle identifiziert wurde. Nichtsdestotrotz förderte die letzte große Grippeepidemie im Jahr 1918 allein in Europa 20 Millionen Tote. Ganze Städte waren isoliert und mit Ausgangssperre belegt; alle verfügbaren Transportmittel waren in Krankenwagen umgewandelt worden.

:: Welche Erfolge gibt es im Kampf gegen Infektionskrankheiten?

Verantwortlich!Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Dr. Rafael Mikolajczyk