Interviews & Features    

 
· Einleitung
· Struktur politischer Diskussionen
· Rhetorische Strategien im Golfkrieg 1991
· Kriegsbefürworter
Kriegsgegner
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Nachfolgend soll mit einigen Beispielen belegt werden, dass auch Kriegsgegner inakzeptable rhetorische Strategien verwendeten, um die öffentliche Meinung in ihrem Sinne zu beeinflussen. Das ist umso bedauerlicher, als sie u. E. insgesamt gesehen die besseren Argumente auf ihrer Seite hatten. Dies gilt inbesondere für das Argument der Völkerrechtswidrigkeit des Irak-Kriegs. Allerdings war genau genommen nur eine Ja-Aber-Position vertretbar, die eine friedliche Lösung für den Fall vorgesehen hätte, dass Saddam Hussein der UN-Resolution 1441 ausreichend nachgekommen wäre.

Schwere Vorwürfe gegen die Kriegsbefürworter enthielt schon die Neujahrsansprache des Papstes; sie sind allerdings indirekt formuliert und müssen inferiert werden wie z.B. in der Äußerung: Das Völkerrecht, der aufrichtige Dialog, die Solidarität zwischen den Staaten und die ehrenvolle Ausübung der Diplomatie sind jene Mittel zur Lösung von Streitigkeiten, die des Menschen und der Nationen würdig sind. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass ein Krieg nicht zu den ‚würdigen’ politischen Mitteln gehört und dass sich diejenigen, die sich dieses Mittels bedienen, generell menschenunwürdig verhalten.



pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite:
Prof. Dr. Walther Kindt und Dr. Swen Osterkamp