Interviews & Features    

 
· Einleitung
Der geborene Verbrecher?
· Kriminologische Strömungen
· Kriminalitätsfaktor Umwelt
· Reform des Strafrechts
· Entwicklung der Kriminologie
· Wissenschaft vom Verbrecher
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Überschrift

physiognomische Analogie
Diese Zeichnung aus dem 19. Jhd. illustriert die vermeintliche Ähnlichkeit in Erscheinung und Charakter bei Tier und Mensch. Aus: C. Lombroso, New Physiognomy or Signs of Character (1871).
Dass es allein die Vererbung sei, die den Menschen zum Verbrecher mache, behauptete der italienische Anthropologe Cesare Lombroso in seinem 1876 erschienenen Buch "L'uomo delinquente" (Der verbrecherische Mensch). Er vertrat die These, es gebe geborene Verbrecher. Diese unterschieden sich durch körperliche und psychische Merkmale wie zum Beispiel Henkelohren, blasse Haut,
Tätowierungen oder Arbeitsscheu von ihren gesetzestreuen Zeitgenosen und seien somit als Übeltäter identifizierbar, noch bevor sie gegen ein Gesetz verstoßen hätten.

In ganz Europa gaben Lombrosos Ausführungen den Anstoß für wissenschaftliche Debatten über die Ursachen des Verbrechens und den richtigen Umgang mit Straftäterinnen und Straftätern. Auch Mediziner und Juristen aus dem deutschen Sprachraum stürzten sich in den
physiognomische Analogie
Die Zeichnung veranschaulicht die vermeintlichen physischen und psychologischen Beziehungen zwischen Tier und Mensch. Aus: C. Lombroso, New Physiognomy or Signs of Character (1871).
erstaunlich emotional geführten Disput und legten damit den Grundstein für eine neue Wissenschaft, die Kriminologie.


:: Was waren die Hauptströmungen der deutschen Kriminologie im Kaisserreich?

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