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Ziel des Projektes ist, dass der Roboter ein exemplarisches Szenario autonom
bearbeitet. Die einzelnen, zum Ergebnis führenden Schritte werden dabei
protokolliert und zweifelsfrei nachprüfbar sein. Das ist ein großer Vorteil
gegenüber der manuellen Bearbeitung der Aufgabe, bei der diese Nachprüfbarkeit
nicht derart exakt und lückenlos möglich ist.
In unserer Beispielaufgabe wird zuerst aus dem Bioreaktor automatisch eine
Probe in ein 50 ml Röhrchen abgefüllt. Danach wird ein Teil der Probe,
der Zellen enthält, mit einer Pipettierstation in ein anderes Röhrchen gefüllt.
Dieses Röhrchen wird nun einem automatischen Zellzählgerät zugeführt, das die
Zellzahl bestimmt. Der Rest der Reaktorprobe wird in dem ursprünglichen
Röhrchen in die Zentrifuge eingesetzt und die Zentrifugation wird gestartet.
Dabei werden die Zellen durch die Zentrifugalkraft von den anderen Bestandteilen
der Probe getrennt Die Zellen sind also nicht gelöste Teilchen, die sich beim
Zentrifugieren am Boden sammeln. Nach Beendigung der Zellabtrennung folgt ein
weiterer Pipettierschritt, um den zellfreien Rest, den sog. Überstand für
spätere Analysen aufzubewahren. Der Überstand wird in ein markiertes Röhrchen
pipettiert, nach dem Auslesen der Markierung wird das Röhrchen im Gefrierschrank
eingelagert. In Abbildung 1 wird gezeigt, wie die Probenentnahme abläuft und
wie die Geräte untereinander kommunizieren. Die magentafarbenen Pfeile im
inneren Kreis kennzeichnen die Schritte, in denen die zellhaltige Probe
bearbeitet wird, die grünen Pfeile hingegen kennzeichnen die Schritte,
in denen die zellfreie Probe bearbeitet wird.
Das Forschungsprojekt besteht aus zwei Folgeprojekten und wird (unter den
Nummern AiF11736 N/1 und 13223 N/1) von der Arbeitsgemeinschaft industrieller
Forschungsverein "Otto von Guericke" e.V. und der DECHEMA gefördert.
Zur Zeit läuft eine Kooperation zwischen der Arbeitsgruppe Zellkulturtechnik
von Prof. Dr. Ing. Jürgen Lehmann an der Technischen Fakutät der
Universität Bielefeld und dem Lehrstuhl für Echtzeitsysteme und Robotik von
Prof. Dr. Alois Knoll an der TU München. Die Forschungsarbeit "am Objekt" wird
von Dipl. Inform. Torsten Scherer und Dipl. Ing. Iris Poggendorf an der
Universität Bielefeld durchgeführt. Projektleiter ist Dr. Dirk Lütkemeyer.
::wie erkennt ein Roboter Situationen?
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