Interviews & Features    

 
· Einführung
· Was passiert in einem Bioreaktor?
· Das Forschungsprojekt
Hilfe für die Roboter
· Wie erkennen Roboter Situationen?
· Feedback


Überschrift
Natürlich kann der Roboter nicht alle Aufgaben eigenständig durchführen. Weitere Laborgeräte sind als Roboterhilfen notwendig. Am Beginn der Aufgabenliste steht die Probenentnahme aus dem Bioreaktor. Hierfür wurde ein Probenentnahmegerät entwickelt, welches mit einer Nadel die feste Deckelfolie des Probenröhrchens durchsticht und über ein Schlauchsystem dem Reaktor die Kulturflüssigkeit entnimmt.

Beispielszenario für die automatisierte  Probenbearbeitung
Ist dieser Vorgang der Probenentnahme abgeschlossen, wird das System dampfsterilisiert. Weitere Hilfsgeräte sind die Pipettierstation zur Entnahme von Teilvolumen aus der Gesamtprobe, die Waage zur Überprüfung, wie viel Probe tatsächlich entnommen wurde und der Barcodeleser, der zur Identifikation der Proben dient. Das Zellzählgerät oder ein anderes analysierendes Gerät, dessen Ergebnisermittlung automatisiert werden soll, die Zentrifuge und der Gefrierschrank befinden sich aufgrund der Aufgabenstellung bereits im Labor und können direkt in das Projekt mit eingebunden werden.

Zum Abschluß der ersten Phase des Projekts wurden Kultivierungen mit einem zentralen Aufbau durchgeführt. In diesem Aufbau waren alle eingesetzten Geräte kreisförmig so um den Roboter angeordnet, so dass sie sich innerhalb des Arbeitsradius des Roboters befanden. Es ergaben sich reproduzierbare Ergebnisse, die sich mit den parallel durchgeführten manuellen Analysen decken. Zur Zeit wird daran gearbeitet, den Arbeitsbereich des Roboters in Verbindung mit einem autonomen, fahrerlosen Transportsystem auf das ganze Labor auszudehnen. Dadurch kann sich der Roboter im ganzen Labor frei bewegen und die dezentral platzierten Geräte erreichen. Auf diese Weise soll es möglich werden, dass die vom Roboter bedienten Geräte auch vom Laborpersonal eingesetzt werden können. Zudem liesse sich dann der Aufbau beliebig erweitern. Die größere Anzahl von Geräten, die bedient werden können, und die erhöhte Auslastung der Geräte werden die Effizienz des Systems steigern und den Einsatz rentabler machen.