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Die menschenähnliche Computerperson MAX kommuniziert auch mit Gesten. |
Kommunikation – zweifelsohne eine der komplexesten und wichtigsten
Fähigkeiten des Menschen – besteht längst nicht nur in der Weitergabe
sprachlicher Informationen. Mehr als 65 Prozent des Austausches in einem
Gespräch laufen vielmehr durch andere Kanäle: Gesten, Körperhaltung,
Mimik, Sprachmelodie
(Argyle, 1988).
Bis zu 90 Prozent des Sprechens im
natürlichen Diskurs wird von Gesten begleitet
(Nobe, 2000). Gestützt auf eine Vielzahl neuer detaillierter Befunde
findet der Beitrag körperlicher Signale – speziell in der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht –
aktuell wachsendes theoretisches Interesse in der Sprachforschung
und der Kommunikationsforschung im allgemeinen. |
Abgeleitet vom lateinischen communicari („teilen, mitteilen“) wird
Kommunikation als Informationsaustausch zwischen Personen verstanden,
oder meist etwas spezieller als wechselseitige, weitgehend beabsichtigte
Informationsübertragung zwischen mindestens zwei Partnern. Die verbreitete
Vorstellung, dass dabei ein Sender lediglich Informationen verschlüsselt, die ein
Empfänger aufnimmt und entschlüsselt, kann die wechselseitige enge Verknüpfung der
beiden Kommunizierenden nicht angemessen beschreiben. Über die Wortsymbole der
Sprache hinaus werden Bedeutungen vermittelt, die nicht auf einem
konventionellen Zeichencode basieren, aber dennoch verständlich sind.
| Durch so genannte ikonische Gesten kann beispielsweise ein Vorstellungsbild
in verkörperter Form dargestellt und übermittelt werden
(McNeill, 1992),
wie rechts mit der Beschreibung der Form einer Schachtel
gezeigt wird. Ein solches gestisches Zeichen trägt die Bedeutung durch bildliche
Ähnlichkeit zum vorgestellten Bezugsobjekt in sich. Des weiteren kann der
Ausdruck in Gesicht und Stimme emotionale Zustände übermitteln, die in
ihrer Subtilität kaum durch Sprachäußerungen mitteilbar sind. |
Zeigen einer Schachtelform mit Hilfe von Gesten |
:: Kommunikation mit dem Körper - embodied communication
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Ipke Wachsmuth
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