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· Kommunikation - mehr als Sprache
Verkörperte Kommunikation
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Gesten
Quelle: Argyle, Michael (1979) "Körpersprache und Kommunikation".
Nach Ansicht vieler Forscher entstand Sprache in Verbindung mit praktischem, also körperlichem, Handeln. Sprache ist demnach ohne Körper gar nicht vorstellbar. Und so verwundert es kaum, dass Sprechen immer von körperlichen Äußerungen begleitet und erst durch den Körper vollständig wird.

Während wir sprechen, können wir z.B. die Form eines Objekts mit ein
paar Handbewegungen andeuten, durch Zeigen oder Blicke die Aufmerksamkeit auf ein Bezugsobjekt lenken oder Gesagtes durch emotionale Gesichtsausdrücke modifizieren. Auf diese Weise werden multimodal enkodierte, stark kontextabhängige Bedeutungen vermittelt, also Bedeutungen, die auf verschiedene Arten übermittelt werden und nur in ihrem jeweiligen Bezugsrahmen voll verständlich sind.

Doch Gesten bereichern nicht nur das Gesagte, sie sind auch sensitiv für die Gesten anderer. Sie beziehen sich in aller Regel aufeinander und verknüpfen so Sprecher und Zuhörer in einer engen „sozialen Schleife“. Innerhalb dieser Kommunikationssituation beeinflussen sich nicht nur ihre Gesten, sondern auch ihre Gedanken wechselseitig. Der Körper bildet so allem Anschein nach auch die erste und grundlegendste Brücke in der sozialen Interaktion. Kommunikation, so zeigt sich Geste
Gesten regen an, lauter zu reden. © ArtToday
auch hier, besteht nicht nur darin, Wörter zu formulieren; sie ist eine Aktivität des ganzen Körpers.

Mit dem Begriff „verkörperte Kommunikation” (embodied communication) soll dieser entscheidende Beitrag, den der Körper an der Kommunikation hat, thematisiert werden. Diese Sicht impliziert, dass ein vollständigeres und korrekteres Verständnis von Kommunikation – über die formale Untersuchung natürlicher Sprache hinaus – systematisch den Einbezug physischer und biologischer Ressourcen verlangt.

:: Kommunikation mit künstlichem Körper - MAX

Verantwortlich!Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Ipke Wachsmuth