Interviews & Features    

 
· Kommunikation - mehr als Sprache
· Verkörperte Kommunikation
· MAX
Wie sieht das Forschungszenario aus?
· Welche Anwendung von MAX gibt es?
· Wie geht es weiter?
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Überschrift
In unserem Forschungsszenario geht es um das Bauen von Objekten, zum Beispiel eines Flugzeugs, aus einem Baufix-Konstruktionsbaukasten. Hieran wird erprobt, ob Max sich in wechselnden Situationen soweit „verständig“ erweist, dass er im Dialog mit einem Menschen standhält.

Interaktion beim Bauen MAX und Mensch konstruieren. Mensch und Max stehen sich dabei an einem Tisch gegenüber. Auf dem Tisch liegen verschiedene Bausteine, Leisten mit drei oder fünf Löchern, Schrauben mit farbigen Köpfen, ein Würfel mit Löchern auf allen Seiten etc., die im Verlauf des Dialogs zusammengebaut werden. Sowohl Mensch als auch Max können durch natürlich-sprachliche Instruktionen und Gesten den Zusammenbau
einzelner Teile veranlassen, der in Simulation, unterlegt mit realistischen Geräuschen, ausgeführt wird. Das läuft zum Beispiel wie folgt ab:

Max: Hallo, ich bin Max, was kann ich für Sie tun? [lächelt freundlich]
Mensch: Erkläre, wie man einen Propeller baut.
Max: Lass es uns zusammen machen. Zuerst muss eine Schraube
in die Mitte einer Dreilochleiste gesteckt werden.
Mensch: Steck die gelbe Schraube in die Leiste. [zeigt auf eine
der Dreilochleisten; die Schraube springt ins erste Loch]
Max: Nein, das war das falsche Loch. [die Schraube rutscht
wieder heraus]
Max: Ich erkläre es dir noch einmal. Eine Schraube muss in die Mitte
einer Dreilochleiste gesteckt werden.
Mensch: Steck die Schraube in die Mitte der Dreilochleiste.
[die Schraube springt nun in die Mitte der zuvor gewählten
Dreilochleiste]
Max: Okay, richtig gemacht. Jetzt stecke das hier in eine Dreilochleiste.
[zeigt auf die Leiste mit der Schraube]
Mensch: Mach du das.
Max: Okay, dann übernehme ich das. [die Objekte werden
entsprechend verbunden]
Max: Und jetzt müssen die Leisten quer zueinander gedreht werden.
[kreuzt seine Hände] usw.

Die sprachlichen Äußerungen von Max werden, unter Anpassung von Parametern an die aktuelle Situation und inklusive der Generierung passender Gesten, aus einem Repertoire stereotyper Aussageformen erzeugt (Kopp & Wachsmuth, 2004). Mit simulierten Gesichtsmuskeln kann Max dabei auch „emotionale Zustände“ zum Ausdruck bringen, die unter anderem von dem Erreichen oder Misslingen kommunikativer Ziele beeinflusst werden.

:: Welchen Anwendungen von Max gibt es?

Verantwortlich!Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Ipke Wachsmuth