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:: 1. Unverständnis


Die Bilanz scheint zugunsten der Mediation auszufallen. Aber die Mediation unterliegt auch vielfältigen Angriffen.

Nicht mehr besonders lustig ist die bewusste Verwechslung mit der Meditation, wie sie erst kürzlich wieder ein Anwalt in einer Fachzeitschrift versucht hat. Ihm drängte sich der Verdacht auf, dass

„ein Narzismus in der Selbstdarstellung den Zauber von Frieden und Einigkeit einer wachsenden Tendenz zur Streitlust entgegenhalten will, um sich selbst eine eigene Existenzberechtigung zu verleihen“ (2).
Der Zitierte möchte der angeblich verbreiteten Meinung entgegentreten, dass „der Streiter ... die schlechtere Gattung Anwalt (sei) als der gutmütige „sozial“ handelnde Mediator“. Im übrigen findet sich hier, wie dies nicht selten in Diskussionen mit Anwälten über die Mediation der Fall ist, eine Vermischung widersprüchlicher Behauptungen, nämlich dass die Anwälte ohnehin schon Mediatoren seien und deshalb auf neue Betätigungsformen als „schlechtes Theater“ und „Tigerentengespräche“ verzichtet werden könne. Hinzu tritt, wie ebenfalls nicht untypisch, die Sorge potentieller Mandanten verlustig zu gehen.

:: Die Frage der Eignung

pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Fritz Jost