Interviews & Features    

 
· Einführung in das Thema
· Sukzession auf Binnendünen
· Wozu eigentlich "Störung"?
· Die Regnitzer Sandachse
Konkurrenz um den besten Platz im Sand
· Forschungs- ergebnisse
· Die Arbeitsgruppe
· Literatur und Links zum Thema
· Feedback



Artenarme Pflanzengesellschaften auf Sand, wie sie z. B. in den Pionierstadien der Sukzession auf Binnendünen auftreten, sind aufgrund ihrer vergleichsweise geringen ökologischen Komplexität für Untersuchungen von Konkurrenzphänomenen bei Pflanzen in besonderem Maße geeignet. Konkurriert wird dabei v.a. um die knappen Resourcen Wasser und Nährstoffe. Konkurrenz um Licht spielt auf diesen Standorten eine eher untergeordnete Rolle.

Foto eines Sandbeetes

Sandbeet zur Ermittlung von Konkurrenzstärken mit verschiedenen Sandarten


Die in diesen Sandökosystemen dominierenden Gräser und Kräuter zeichnen sich durch schnelles Wachstum und kurze Lebenszyklen aus, so dass wesentliche Ergebnisse von Konkurrenzexperimenten in vielen Fällen bereits nach einer Vegetationsperiode vorliegen. Langzeitstudien unserer Arbeitsgruppe in solchen Sukzessionsstadien zeigen, dass sich das Konkurrenzgefüge nach einer Störung bereits nach einer Vegetationsperiode weitgehend stabilisiert hat, so dass im zweiten und dritten Jahr kaum noch größere Veränderungen in diesem Bereich beobachtet werden können und die Pflanzen sich an diesen Standorten etablieren konnten.

In kontrollierten Freilandexperimenten und Experimenten im Labor ermitteln wir Konkurrenzstärken einzelner Arten im Keimlingsstadium und bei ausgewachsenen Pflanzen. Diese Konkurrenzstärke stellt einen Schlüsselparameter auf offenen Sandflächen dar, zum einen bei der Neubesiedlung und zum anderen bei der Persistenz, d.h. dem dauerhafte Überleben von Individuen einer Pflanzenart an diesem Standort. Diese Ergebnisse finden vor allem bei der Einsaat von Flächen im Zuge von Pflegemaßnahmen Beachtung.

Abb.: Versuch zur Konkurrenz Detailbild: Konkurrenz zwischen Habichtskraut und Silbergras im April und im September


:: Die Forschung arbeitet aber auch mit Computersimulationen

pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Dr. Tom Steinlein