Interviews & Features    

 
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Die in PISA verwendeten Testaufgaben überschneiden sich nur teilweise mit den Aufgabenstellungen, die üblicher Weise im deutschen Schulunterricht verwendet werden. Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass der Begriff der Bildung („literacy“) in PISA eine vom traditionellen Bildungsverständnis abweichende Definition erfährt.

Bildung im Sinne von PISA ist durch die Verfügbarkeit von Basiskompetenzen gekennzeichnet, die den Jugendlichen die Anwendung erworbenen Wissens in realen Situationen ermöglicht. Bildung wird explizit unter dem Aspekt ihrer lebenspraktischen Nutzbarkeit untersucht. Gemäß dieser funktionalistischen Sichtweise sollen in PISA Basiskompetenzen erfasst werden, die den Jugendlichen die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen (wirtschaftlichen, politischen und kulturellen) Leben ermöglichen. Diese Möglichkeit zur Teilhabe wird als Grundvoraussetzung für eine befriedigende Lebensführung angesehen.

Der Begriff der Basiskompetenz bzw. Schlüsselqualifikation in PISA ist nicht mit dem in der Wirtschaft üblichen Begriffsverständnis gleichzusetzen (z.B. im Sinne von sozialer Kompetenz, Teamfähigkeit, Problemlösefähigkeit). Vielmehr erfährt der Begriff der Basiskompetenz in PISA eine deutliche Erweiterung gegenüber dem bisherigen Verständnis, weil er explizit auf die fachlichen Bereiche des Lesens, der Mathematik und der Naturwissenschaften bezogen wird.