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Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass auch PISA viele Fragen unbeantwortet lässt und als wissenschaftliche Grundlage für bildungspolitische Veränderungen mit Umsicht interpretiert werden muss. Aber auch wenn bestimmte Veränderungsmaßnahmen nicht (forschungs-)logisch aus den Ergebnissen folgen, so sind die Befunde dennoch bahnbrechend.

Zum einen wurde unmissverständlich deutlich, dass der Leistungsstand deutscher SchülerInnen am Ende der Sekundarstufe 1 international gesehen unterdurchschnittlich ist. Damit wird mit großer Eindringlichkeit klar, dass ein dringender Handlungsbedarf besteht.

Zum anderen erweitert der Vergleich mit anderen Ländern unseren Denkhorizont, wenn es um die Analyse wünschenswerter Veränderungen geht. So kann man z.B. international Resultate bzw. Fakten beobachten, die auch von manchen Experten vorher gar nicht für möglich gehalten wurden (z.B. die in Japan, Finnland und Island festgestellte geringe Streuung von Leistungswerten bei gleichzeitig hohem Durchschnittsniveau).

Die Befunde von PISA legen nicht fest, wie eine Bildungsreform in Deutschland auszusehen hat, sie dokumentieren jedoch mit bislang nicht erreichter Deutlichkeit zentrale Missstände des deutschen Bildungssystems (z.B. die soziale Diskriminierung, die leistungsverhindernde Versetzungs- und Zurückstellungspraxis und die vernachlässigte Förderung leistungsschwacher und benachteiligter SchülerInnen) und zeigen somit die Richtung an, in die eine Bildungsreform gehen sollte.