Interviews & Features    

 
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Es stellt sich die Frage, welche Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen der PISA-Studie zu ziehen sind. Zunächst verdeutlichen die Ergebnisse, dass in Deutschland bildungspolitischer Handlungsbedarf besteht. Zum einen sind die deutschen SchülerInnen in allen drei Kompetenzbereichen international unterdurchschnittlich. Der Abstand zwischen Deutschland und den jeweils besten Ländern beträgt in allen drei Bereichen ungefähr eine ganze Kompetenzstufe. Zum anderen ist die Gruppe der sehr schwachen Schüler in Deutschland besonders groß. Somit wird ein relativ großer Prozentsatz (mindestens 20%) von Jugendlichen mit gravierenden Kompetenzmängeln aus der Schule in das Berufsleben entlassen.
Auf der Seite der Jugendlichen werden dadurch Zukunftsperspektiven (finanzielle Sicherheit, befriedigende Lebensführung) gefährdet und auf der Seite der Arbeitgeber entsteht die Schwierigkeit, zu wenige geeignete Auszubildende zu finden oder mit jedem neuen Ausbildungsverhältnis ein (Erfolgs-)Risiko einzugehen. Darüber hinaus widerspricht es dem Grundverständnis moderner Demokratien, wenn einem relativ hohen Anteil der nachwachsenden Generation der Zugang zu vielen Medien und dem darin enthaltenen Informationsangebot verwehrt bleibt. Unter derartig eingeschränkten Lernbedingungen erscheint die Entwicklung eines demokratischen und sozialen Bewusstseins als Voraussetzung zu verantwortungsvollem Handeln höchst fragwürdig.

Was kann getan werden, um die Situation zu verbessern? Ein Fülle von Ansatzpunkten sind denkbar. Wir unterscheiden im Folgenden vier Bereiche, in denen Veränderungen sinnvoll sein können: