Interviews & Features    

 
· Einleitung
· Was ist Gentechnik?
· Risiko Gentech- nologie
· Rechtliche Regu- lierung der Gentechnik
· Genehmigungs- verfahren in Deutschland
· Wie kann man daran teilhaben?
· Die Grundidee des Forschungsprojektes
· PARADYS in Bielefeld
· Partner
· Literatur zum Thema
· Feedback


:: Teil 2

Es gibt aber auch die Möglichkeit, Einwendungen gegen solche Freilandversuche offiziell bei den zuständigen Behörden vorzubringen. Wenn dies frühzeitig geschieht, das heißt: noch bevor eine Genehmigung für einen solchen Versuch erteilt wurde, müssen die Einwendungen von den zuständigen Behörden zur Kenntnis genommen und geprüft werden.

Um in einem europäischen Land gentechnisch veränderte Organismen freizusetzen, braucht man nämlich zunächst einmal eine Genehmigung, und dazu gibt es festgelegte Verfahren. Innerhalb der Europäischen Union (EU) existieren für die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen ganz unterschiedliche Genehmigungsverfahren. Insbesondere stellen diese Verfahren unterschiedliche Möglichkeiten der Partizipation bereit, also der Beteiligung der Öffentlichkeit im Genehmigungsverfahren.

Das Ziel unseres Forschungsprojektes ist es, solche unterschiedlichen Genehmigungsverfahren besonders im Hinblick auf die in ihnen vorgesehenen Formen der Bürgerbeteiligung zu untersuchen. Von dieser Untersuchung versprechen wir uns ein besseres Verständnis dessen, wie die verschiedenen bestehenden Formen von Bürgerbeteiligung sich konkret auf das Verhältnis zwischen Verwaltung, Bürgern, Experten und Betreibern gentechischer Versuche auswirken. Ein solches Wissen ist eine wichtige Voraussetzung für weitere Bemühungen darum, rechtspolitische Entscheidungen in diesem Bereich zu verbessern, sowohl auf EU-Ebene bei der Ausarbeitung entsprechender Richtlinien als auch bei deren Umsetzung in nationales Recht.


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