Interviews & Features    

 
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:: Regime in der Wohlfahrtsstaatsforschung

In der Wohlfahrtsstaatsforschung gibt es immer wieder Versuche, idealtypische Wohlfahrtsstaatsregime zu identifizieren und diesen Idealtypen einzelne Wohlfahrtsstaaten zuzuordnen. Der bekannteste Versuch dieser Art wurde in den 1980er Jahren vom dänischen Wohlfahrtsstaatsforscher Gösta Esping-Andersen unternommen. Esping-Andersen unterscheidet drei Wohlfahrtsstaatsregime:

  • den liberalen Typ (am besten repräsentiert von Großbritannien),
  • den sozialdemokratischen Typ (am besten repräsentiert von Schweden) und
  • den konservativ-korporatistischen Typ (am besten repräsentiert von Deutschland).
Für diese Zuordnungen wurden bisher jedoch vor allem die vom Staat direkt bereitgestellten Sozialleistungen in Betracht gezogen (man könnte sagen, es wurden die „staatlichen Leistungsregime“ untersucht).

Die Frage ist nun, ob man zu ähnlichen Unterscheidungen und zu ähnlichen Zuordnungen kommt, wenn man die Art und Weise betrachtet, wie in Wohlfahrtsstaaten die privat organisierte Wohlfahrtsproduktion vom Staat reguliert und gestaltet wird („Regulierungsregime“). Wenn die These stimmt, dass die staatliche Gestaltung und Regulierung privater Wohlfahrtsproduktion neben der staatlichen Bereitstellung von Leistungen ein immer bedeutenderer Bestandteil von Wohlfahrtsstaatlichkeit wird, dann müssen auch die nationalen Regulierungsregime bei der Typisierung beachtet werden.


:: Hier erfahren Sie mehr über die Regulierung im internationalen Vergleich


pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Lutz Leisering & Frank Berner