Interviews & Features    

 
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· Wirtschaftliche Situation nach der Trennung
· Umgang mit wirtschaftlichen Folgen
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· Risikofaktoren
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· Das Projektteam


Überschrift
Insgesamt verändern sich mit einer Trennung viele Dinge auf einmal:

  • die Anzahl der Personen, mit denen man gemeinsam wirtschaftet
  • Wohnung und Wohnumgebung, wenn man die Ehewohnung verlässt
  • das Haushaltseinkommen, weil das Partnereinkommen entfällt und ggf. nur unzureichend durch Unterhaltszahlungen ersetzt wird, sowie
  • die Erwerbsbeteiligung, die an die veränderten Einkommensbedarfe angepasst wird.
Als Endergebnis all dieser Veränderungen steht den Frauen im Durchschnitt ein sehr viel geringeres Haushaltseinkommen zur Verfügung als vor der Trennung, insbesondere wenn man die Anzahl der Personen berücksichtigt, die von diesem Einkommen leben müssen (vgl. Tabelle 1).

Ein Jahr nach der Trennung betragen die bedarfsgewichteten Pro-Kopf-Einkommen der Frauen nach Abzug der Wohnkosten zwei Drittel der entsprechenden Pro-Kopf-Einkommen ihrer ehemaligen Ehemänner. Verglichen mit ihrer wirtschaftlichen Lage während der Ehe (zwei Jahre vor der Trennung) haben sie ein Drittel verloren, während ihre (ehemaligen) Ehemänner nur etwas mehr als ein Zehntel eingebüßt haben. Diese objektiven wirtschaftlichen Nachteile der Frauen werden auch durch entsprechende subjektive Indikatoren wie z.B. die Einkommenszufriedenheit bestätigt, die sich bei den Frauen im Zusammenhang mit einer Trennung sehr viel mehr verringert als bei den Männern.

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:: Für Frauen verdoppelt sich das Armutsrisiko durch Trennung und Scheidung

pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Hans-Jürgen Andreß, Dipl.-Soz. Barbara Borgloh, Dipl.-Soz. Miriam Güllner