Interviews & Features    

 
· Einleitung
· Forschungs- methoden
· Forschungsfragen
· Wirtschaftliche Situation nach der Trennung
· Umgang mit wirtschaftlichen Folgen
· Risikogruppen
· Risikofaktoren
· Politische Schlussfolgerungen
· Literatur und Links
· Das Projektteam


Überschrift
Zu den Faktoren, die das wirtschaftliche Risiko einer Trennung vergrößern, gehört an erster Stelle die unzureichende Sicherung der Frauen durch eigene Erwerbstätigkeit. Mangelnde Erwerbserfahrung erschwert den Wiedereinstieg in das Berufsleben, den viele Frauen nach der Trennung anstreben (müssen). Am deutlichsten ist das an den Frauen erkennbar, die nach der Trennung nicht erwerbstätig sind und es auch bereits vor der Trennung nicht waren. Sie sind auf staatliche und private Hilfe angewiesen, wobei letztere, wie gezeigt, prekär ist, wenn der zahlungspflichtige (ehemalige) Ehepartner ebenfalls nur bedingt leistungsfähig ist.

Die häufig in Ehen anzutreffende Arbeitsteilung mit einem männlichen Hauptverdiener und einer weiblichen Zuverdienerin beruht vordergründig auf einer freien Entscheidung der beteiligten Personen, wird aber durch starke Anreize der sozialen Sicherungssysteme und des Steuerrechts gestützt. Für Familien mit Kindern kommt noch hinzu, dass viele Frauen durch unzureichende Möglichkeiten der Kinderbetreuung daran gehindert sind, einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachzugehen. Dies gilt im besonderen Maße, wenn sie nach einer Trennung die Kinder alleine betreuen. Frauen mit noch nicht schulpflichtigen Kindern haben mit erheblichen Problemen des beruflichen Wiedereinstiegs zu kämpfen.


:: Die hohe Arbeitslosigkeit erhöht das wirtschaftliche Risiko

pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Hans-Jürgen Andreß, Dipl.-Soz. Barbara Borgloh, Dipl.-Soz. Miriam Güllner