Interviews & Features    

 
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Überschrift
:: Im Durchschnitt überwiegen bei den Frauen die wirtschaftlichen Nachteile

Als erstes Ergebnis sind die Geschlechterunterschiede festzuhalten, die die Autoren auf unterschiedlichen Ebenen feststellen konnten:

  • 95 Prozent der befragten geschiedenen Mütter betreuen nach der Trennung mindestens ein minderjähriges Kind in ihrem Haushalt, während dies auf nur 23 Prozent der geschiedenen Väter zutrifft.
  • Ca. ein Viertel dieser Frauen erhält dabei keinerlei Kindesunterhalt.
Frauen betreuen also sehr viel häufiger als ihre ehemaligen Ehepartner nach der Auflösung der Ehe die gemeinsamen Kinder, werden aber nur teilweise und häufig unzureichend durch Unterhaltszahlungen für ihre Betreuungsarbeit entschädigt. Im Gegensatz zu den kinderbetreuenden Vätern haben diese Mütter auch sehr viel häufiger die Ehewohnung verlassen: 41 Prozent haben sich eine neue Wohnung gesucht, während bei den Vätern nur 31 Prozent umgezogen sind.

Verschiedene Indikatoren deuten darauf hin, dass die höhere Umzugsmobilität der Frauen eine Folge ihrer begrenzten Einkommen ist. Das heißt, daß die Frauen sich preisgünstigere Wohnungen suchen müssen, weil ihnen ein geringeres Haushaltseinkommen zur Verfügung steht als vor der Trennung oder Scheidung. Dies gilt nicht nur für die Frauen, die nach der Trennung minderjährige Kinder in ihrem Haushalt betreuen, sondern für Frauen allgemein, wobei allerdings die erste Gruppe aufgrund der Kinder, die ihre gewohnte Wohnumgebung verlassen und ggf. neue Sozialbeziehungen aufbauen müssen, besonderer Aufmerksamkeit bedarf.

Die hier skizzierten Ergebnisse können Sie in Tabelle 1 nachvollziehen.

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:: Hinzu kommt eine zunehmende Erwerbstätigkeit von Müttern

pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Hans-Jürgen Andreß, Dipl.-Soz. Barbara Borgloh, Dipl.-Soz. Miriam Güllner