Interviews & Features    

 
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Die Notwendigkeit – trotz der weiterhin bestehenden Hemmnisse – nach angemessenen Antworten für die Versorgungsbedarfe und -bedürfnisse schmerzbelasteter Menschen und ihrer Angehörigen zu suchen, wurde auch von Pflegeseite als drängendes Handlungsproblem erkannt. Wie bereits angemerkt, wurde vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNPQ) die Entwicklung eines Nationalen Expertenstandards zum „Schmerzmanagement in der Pflege“ auf den Weg gebracht. Durch die Mitwirkung des Bielefelder Instituts für Pflegeforschung an der Expertenarbeitsgruppe sind in der vorliegenden Studie gewonnene Erkenntnisse eingeflossen. Wenngleich sich der inzwischen vorliegende Expertenstandard auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit akuten Schmerzen und Tumorschmerz konzentriert, werden mit ihm auch Weichen für eine Verbesserung der Schmerzversorgung von Menschen gestellt, die an chronischen Schmerzen leiden, die nicht in Tumorerkrankungen begründet sind. In den Standardaussagen finden auch die aufgezeigten Schwierigkeiten berufs- und bereichsübergreifender Zusammenarbeit im Rahmen der Versorgung von Schmerzpatientinnen und –patienten Berücksichtigung. So wird die Bedeutung der Schaffung adäquater organisatorischer Rahmenbedingungen herausgestellt. Hierzu gehören u. a. tragfähige Verfahrens- und Zuständigkeitsregelungen in den Gesundheitseinrichtungen zur Sicherstellung einer qualifizierten Schmerzversorgung. Der Standard wird seit Anfang 2004 in ausgewählten Modelleinrichtungen, d.h. in Krankenhäusern sowie in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen in der Praxis erprobt. Obgleich die Umsetzung in der ambulanten Pflege schwerer zu verwirklichen sein wird als in stationären Gesundheitseinrichtungen, steht außer Frage, dass die Pflege durch die gezielte Wahrnehmung von Aufgaben des Schmerzmanagements gerade in der ambulanten Versorgung einen wesentlichen Beitrag für die Verbesserung der Lebensqualität von chronisch erkrankten, schmerzbelasteten Menschen und zur Unterstützung ihrer Angehörigen leisten kann.



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