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Ein zentraler Prüfstein für die Validierung von Klimamodellen ist ihre
Fähigkeit, die Klimaentwicklung der Vergangenheit nachzubilden, d.h. zunächst
den Wechsel der Jahreszeiten, dann die Klimaveränderungen des 20.
Jahrhunderts, oder noch weiter zurückliegende Klimaereignisse zu
reproduzieren.
Temperatur– und Wetterbeobachtungen mit modernen Messinstrumenten gibt es
erst seit etwa hundert Jahren. Für weiter zurückliegende Klimadaten muss
indirekte Hinweise der Klimaentwicklung zurückgegriffen werden, wie z.B.
Baumringe, Eiskerne oder Korallen. Stimmen die Kurven, welche von den
Klimamodellen
für die Temperaturentwicklung erzeugt werden, mit denen der historischen
Entwicklung überein, so nehmen die Forscher dies als gelungenen Test für
die Gültigkeit, bzw. die Validität, der Simulationsmodelle. Ein solch
komplexes
Muster wie das der Klimaentwicklung des letzten Jahrhunderts zu reproduzieren
sei sehr unwahrscheinlich, wenn die Funktionsweise der verwendeten
Simulationsmodelle nicht mit der tatsächlichen Funktionsweise des Klimas
übereinstimmen würde, so ihr Argument. Ein Simulationsmodell gilt also als
validiert, wenn es die Dynamik der Prozesse, die es simulieren soll,
mindestens in der Vergangenheit ausreichend nachbildet.
Letztlich bleibt die Validität eines Modells ein Argument für eine gewisse
Wahrscheinlichkeit des Wirklichkeitsbezuges der mit seiner Hilfe in der
Simulation
Simulation
erzeugten Phänomene. Die Validität eines Simulationsmodells ist kein Beweis
für seine Wirklichkeitsnähe. Das heißt, ein validiertes Simulationsmodell
wird als wahrscheinliche Annahme über einen Sachverhalt eingestuft, nicht
als wahre, exakte Abbildung der Wirklichkeit.
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