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::Globalisierung im Spitzensport
Früher spielten auf Schalke Schalker. Das heißt, die Schalker verströmten
Püttgeruch. Lokale Identifikation war so selbstverständlich, dass niemand
groß darüber redete. Wenn heutzutage bei Bayern München zufällig ein Münchner
auf dem Platz steht, dann gilt das als Kuriosum.
Der Sport hat sich in den letzten zehn Jahren tiefgreifend globalisiert.
Nicht nur im Fußball, sondern in allen Mannschaftssportarten sind die
Spielerkader durchweg multinational zusammengesetzt. Es werden neue
europäische und weltweite Wettbewerbe geschaffen bzw. bestehende Wettbewerbe
bekommen einen größeren sportlichen und damit auch finanziellen Stellenwert.
Die Sportverbände haben ihr Monopol zur Wettkampforganisation mehr und mehr
an private Unternehmen und weltweit tätige Konzerne verloren.
Vereine,
eben noch tapfer von ehrenamtlichen Kräften geführt, sind nunmehr als
börsennotierte Aktiengesellschaften organisiert. Aus dem traditionellen
Hamburger Volksparkstadion wurde die „AOL-Arena“, Ligen und Turniere
tragen Markennamen (wie z.B. der Fuji-Cup oder die s.Oliver-Bundesliga).
Spitzensportvereine sehen sich also gegenwärtig mehreren dynamischen
Veränderungen im Geschäftsablauf und in den äußeren Rahmenbedingungen
gegenüber, und es stellt sich die Frage, wie sie mit der
Globalisierung
der
Spielerrekrutierung
(also mit der Verpflichtung von Spielern aus aller Welt), der
Ausweitung der Wettkampfsysteme sowie der zunehmenden Kommerzialisierung
und der damit einhergehenden Gefährdung traditioneller Muster der
Publikumsbindung
zurechtkommen.
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