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Spitzensport auf globalem Niveau ist ohne enorme finanzielle Mittel nicht
möglich. Die Sicherung solcher Mittel setzt wiederum eine solide Vermarktung
voraus. Der enorme finanzielle Bedarf des globalen Spitzensports zwingt die
Vereine dazu, sich nicht nur wie seit jeher auf den sportlichen Erfolg zu
konzentrieren, sondern darüber hinaus Produkte zu entwickeln (Werbesendungen,
Merchandisingprodukte, Fernsehrechte, Aktien), die sowohl auf lokalen als
auch globalen Märkten an unterschiedliche Kunden (Sponsoren, Fans, TV-Sender,
Investoren) gewinnbringend verkauft werden können.
Und genau hier zeigen sich – vor allem in Deutschland und in anderen
europäischen Ländern – die Grenzen der traditionellen Organisationsform der
Ehrenamtlichkeit. Denn noch immer werden Spitzensportvereine in mehreren
europäischen Ländern ehrenamtlich geführt, und auch das Management besteht
keineswegs nur aus betriebswirtschaftlich ausgebildeten Experten, sondern
nur zu oft aus ehemaligen Athleten. Dass diese bei der Bewältigung
betriebswirtschaftlicher Probleme an ihre Grenzen stoßen, liegt auf der Hand.
Besonders deutlich zeigt sich dies beim Versuch eines weltweit orientierten
Fanartikelhandels, dessen extrem hoher Sach- und Personalaufwand vom
„Kernverein“ nicht mehr zu bewältigen ist. Vielmehr wird hier die Bildung
privatwirtschaftlicher Sub-Unternehmen erforderlich.
Und auch der Gang an die Börse bleibt für die Vereine nicht ohne Folgen. So
wird zwar der Börsengang oft als schnelle Lösung von Finanzproblemen
angesehen, erweist sich aber tatsächlich angesichts der nur geringen
Vorhersehbarkeit sportlicher Leistungen als extrem unsicheres Unterfangen,
das in jedem Fall ein professionelles Management erfordert und kaum durch
vermehrtes ehrenamtliches Engagement zu bewältigen ist.
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