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Spielen und Streiten sind enge Verwandte – vor allem im Kinderzimmer treten
sie fast immer gemeinsam auf.
Mit zunehmender Vertrautheit zwischen den Teilnehmern gehen sie sogar doppelte
Bindungen ein, zum Beispiel dann, wenn es darum geht einen Streit zu spielen
oder im Spiel zu streiten. Knifflig wird es für die Beteiligten vor allem,
wenn die eine Person noch spielt, die andere schon streitet und beide Beteiligten
somit unterschiedliche Definitionen der Situation vornehmen.
Ein solcher Moment zwingt zu einer deutlichen Kennzeichnung des jeweils
Gemeinten. Das heißt, es muss deutlich gemacht werden, wie etwas verstanden werden
soll: im Spiel oder „in Echt“. Personen, die Kontakt zu Kindern haben, werden
Äußerungen wie „das hat jetzt in echt weh getan“ oder „in Spiel hätt
ich mal das Auto zerkratzt“ geläufig sein.
Anhand welcher kommunikativer Anzeichen interpretiert man eine Situation als
Spiel oder als wirklich geschehen und welche Wechselbeziehungen gibt es
zwischen diesen beiden Bezugssystemen? Welche Realität ist für eine Person
die jeweils gültige – die des Spiels, in der potentiell alles dargestellt werden
kann, oder die des Alltags, in der das kleinste Kind nicht auch noch den
Kleinsten spielen will?
Was macht das Spiel aus, dass es so anfällig für größere und kleinere,
handfeste oder verbale Streitereien ist?
:: Was kennzeichnet das Spiel?
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Bettina Lange
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