Interviews & Features    

 
· Einleitung
· Fragestellung
· Typisch Spiel
· Das Zirkusspiel
Forschungsmethode
· Literatur
· Die Wissenschaftlerin



Vorbemerkung: Methodische Prämisse der qualitativen Forschung ist die Entwicklung der Hypothesen während und nach der Datenerhebung, sowie die ständige Überarbeitung und Spezifizierung der gewonnenen Feststellungen. Dem gemäß verweisen die hier erläuterten Annahmen auf einen bestimmten Stand und Werdegang der Arbeit, nicht auf ihren End- oder Zielpunkt und ich werde versuchen, diese Prozesshaftigkeit darzulegen. Mit ersten Zwischenergebnissen ist im Frühjahr 2004 zu rechnen.

Ziel der Datenerhebung war es, Kinder in ihrer sogenannten Freizeit zu filmen und dabei herauszufinden, was sie tun, wenn ihnen keine Spiel-, Bastel- oder sonstigen Anregungen gegeben werden. Eine erste Begrenzung der Datenfülle wurde dadurch vorgenommen, dass vornehmlich spielerische Interaktionen genauer betrachtet wurden. Dabei orientiert sich diese Vorschau nicht an einem Ideal- oder Prototyp von Spiel, sondern versucht ein möglichst breites Spektrum an Spieltypen, wie z.B. Höhlenbau und Puppenspiel, aber auch eher bewegungsreiche Tob- und Fangspiele im Blick zu haben.

Bei der ersten Auswahl aus ca. 30 Stunden Film wurde eine Entscheidung zugunsten der kritischen Momente in spielerischen Handlungen vorgenommen. Ein weiterer Schritt war die Konzentration auf Überschneidungsbereiche von Spiel und Streit, welche sich besonders in Spieleröffnungen, thematischen Umgestaltungen (vom Babyspiel zum Fangspiel) und Schlussszenen finden lassen. In diesen Momenten kriselt es deshalb so häufig, weil sie das gemeinsame Erschaffen eines Interpretationsrahmens oder dessen Suspendierung und Veränderung fordern.



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