Interviews & Features    

 
Einleitung
· Globalisierung- ein neues Paradigma
· Neue Szenarien der Bedrohung
· Konsequenzen
· Ursprünge der Globalisierung
· Die Bielefelder Tradition
· Forschungsziele & Fragestellungen
· Arbeitsgruppe
· Weiterführende Links
· Feedback



Seit Beginn der 90er Jahre beherrscht die Rede von der Globalisierung die Debatten über die gesellschaftliche Situation, in der wir gegenwärtig stehen. Immer weitere Bereiche sozialen Handelns verlieren ihre Bindung an staatliche Grenzen. Die soziale Ordnung findet nicht mehr in einer als Nationalstaat vorgestellten Gesellschaft ihre Grundlage.

Damit stellt sich die Frage, ob überhaupt das Subjekt sozialer Ordnung nach wie vor nach dem Vorbild nationalstaatlich verfaßter Gesellschaften aufgefaßt werden kann. Dieses Paradigma ist vor allem von der Vorstellung geprägt, daß dieses Subjekt sozialer Ordnung politisch artikulierbar sei. Eine solche Vorstellung ist auf eine globalisierte Gesellschaft nicht übertragbar. Die Entstehung einer Weltgesellschaft stellt damit nicht nur einen Prozeß der Entgrenzung, sondern auch einen tiefgreifenden institutionellen Umbau dar. Die Weltgesellschaft ist ein neuer Typ sozialer Ordnung. Die Erfassung dieser neuen sozialen Realität erfordert es, sich von alten Denkgewohnheiten über gesellschaftliche Ordnung zu lösen.